Passivhaus bis 100.000 € schlüsselfertig, bis 100 m²

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Durch immer weiter steigenden Energiepreisen gibt es auf dem Immobilienmarkt schon lange den Trend, der sich mit dem Einsparen von Energie- und Heizkosten befasst. Mit dem Bau eines Passivhauses können auch Sie bereits jetzt zukunftsweisend bauen und die passenden Schritte zu einem möglichst kostengünstigen und energiesparenden Bauweise unternehmen. In unserer Datenbank finden Sie viele Passivhäuser mit Grundrissen und Preisangebote. Planen und bauen Sie mit unsere Baufirmen Ihren Neubau und lassen Sie sich von der Vielfältigkeit der Angebote überraschen.

Fragen zu Passivhäusern

Was ist ein Passivhaus?

Was ist ein Passivhaus?

Ein Passivhaus ist ein Gebäude mit so geringem Heizwärmebedarf, dass es ohne klassisches Heizsystem auskommt und nur eine kleine Restwärme benötigt. Der Heizwärmebedarf liegt bei höchstens 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr (BauNetz Wissen). Möglich wird das durch sehr gute Dämmung, eine luftdichte Gebäudehülle, Fenster mit hoher Dämmung, häufig dreifach verglast, und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Wie sich das vom Niedrigenergiehaus unterscheidet, erklärt Niedrigenergiehaus oder Passivhaus.

Wie funktioniert ein Passivhaus?

Ein Passivhaus lässt sich mit einer Thermoskanne vergleichen: Die Hülle hält die Wärme im Haus. Diese Wärme muss nicht aus einer Heizung kommen. Sie fällt „passiv“ an, durch Sonneneinstrahlung, durch die Abwärme von Menschen und elektrischen Geräten. Ein normales Haus erzeugt seine Wärme dagegen aktiv mit einer Heizungsanlage.

Luftdichte Hülle und kontrollierte Lüftung

Die Gebäudehülle ist so dicht gebaut, dass bei einem Druckunterschied von 50 Pascal (Blower-Door-Test) höchstens ein Luftwechsel von 0,6 pro Stunde auftritt (n50 ≤ 0,6). Wärmebrücken, also Stellen mit erhöhtem Wärmeverlust, werden möglichst vermieden. Frischluft liefert eine Lüftungsanlage, die Zuluft und Abluft über einen Wärmetauscher führt, so geht kaum Wärme verloren. Wie die Technik im Detail arbeitet, steht unter Lüftungsanlage im Passivhaus.

Restwärme und Warmwasser

Für das Warmwasser braucht auch ein Passivhaus eine Energiequelle, häufig sind das eine Wärmepumpe oder eine Solaranlage. Oft wird auf eine konventionelle Heizung verzichtet, weil der minimale Restwärmebedarf meist über die Lüftungsanlage gedeckt werden kann (BauNetz Wissen).

Welche Kennwerte hat ein Passivhaus?

  • Heizwärmebedarf: höchstens 15 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr
  • Heizlast: höchstens 10 Watt pro Quadratmeter
  • Luftdichtheit: n50 ≤ 0,6 pro Stunde
  • Primärenergiebedarf: höchstens 120 kWh pro Quadratmeter und Jahr, inklusive aller elektrischen Verbraucher

Daneben gibt es die Klassen Classic, Plus und Premium mit abgestuften Grenzwerten für erneuerbare Primärenergie. Mehr zu den einzelnen Grenzwerten finden Sie unter Passivhaus Definition.

Vor- und Nachteile eines Passivhauses

Vorteile

Der geringe Heizbedarf senkt die laufenden Energiekosten. Die kontrollierte Lüftung sorgt für frische Luft und ein gleichmäßiges Raumklima, ohne dass Sie ständig Fenster öffnen müssen.

Nachteile

Die Mehrkosten für Dämmung, Fenster und Lüftungsanlage fallen beim Bau an und hängen vom Gebäudekonzept ab. Die Lüftungsanlage braucht zudem Pflege, und die Planung muss von Anfang an sauber sein, weil Fehler später schwer zu beheben sind.

Lassen sich die Fenster öffnen?

Ja, die Fenster lassen sich öffnen. Frische Luft kommt aber vor allem aus der Lüftungsanlage, deshalb müssen Sie zum Lüften nicht ständig Fenster öffnen.

Verbraucht ein Passivhaus keine Energie?

Nein. Der Energiebedarf eines Passivhauses ist sehr gering, aber nicht null. Haushaltsstrom, Warmwasser und die Lüftung brauchen weiter Energie. Angebote zu Passivhäusern finden Sie unter Passivhaus bauen.

Ausführliche Antwort

Ab wann gilt ein Haus als Passivhaus?

Passivhaus Definition: Wann ein Haus als Passivhaus gilt

Ein Haus gilt als Passivhaus, wenn es die Kriterien des Passivhaus Instituts erfüllt. Maßgeblich ist ein Heizwärmebedarf von höchstens 15 kWh pro Quadratmeter und Jahr, alternativ eine Heizlast von höchstens 10 Watt pro Quadratmeter. Dazu kommen eine luftdichte Gebäudehülle, eine Obergrenze für die erneuerbare Primärenergie und ein Grenzwert für den sommerlichen Wärmeschutz.

Die Kriterien für das Passivhaus im Überblick

KriteriumGrenzwert
Heizwärmebedarf oder Heizlast (Alternative)höchstens 15 kWh/(m²a) oder höchstens 10 W/m²
Luftdichtheit (Drucktest bei 50 Pascal)n50 höchstens 0,6 pro Stunde
Erneuerbare Primärenergie (PER)je nach Klasse höchstens 60, 45 oder 30 kWh/(m²a), siehe unten
Sommerlicher WärmeschutzÜbertemperaturhäufigkeit höchstens 10 Prozent (Innentemperatur über 25 °C)

Wie sich diese Grenzwerte vom Niedrigenergiehaus unterscheiden, erklärt die Seite Unterschied Niedrigenergiehaus Passivhaus.

Was bedeuten diese Werte?

Der Heizwärmebedarf sagt, wie viel Wärme das Haus pro Quadratmeter Bezugsfläche und Jahr benötigt. Die Heizlast ist die Leistung, die an einem sehr kalten Tag nötig ist. Sie ist so klein, dass sich die Wärme über die Zuluft der Lüftungsanlage verteilen lässt. Eines der beiden Kriterien genügt. Die Übertemperaturhäufigkeit gibt an, wie oft es im Sommer zu warm wird.

Damit diese Werte eingehalten werden, arbeitet das Konzept mit drei Bausteinen: einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, die die Wärme der verbrauchten Abluft über einen Wärmetauscher auf die frische Zuluft überträgt, einer luftdichten Gebäudehülle und möglichst wärmebrückenfreien Anschlüssen. Wärmebrücken sind Stellen, an denen Wärme ungewollt nach außen abfließt, etwa an Gebäudeecken oder bei Anschlüssen von Bauteilen.

Passivhaus-Klassen: Classic, Plus und Premium

Das Passivhaus Institut bewertet den Energiebedarf heute nach dem erneuerbaren Primärenergiebedarf (PER). Der Heizwärmebedarf bleibt bei allen Klassen auf 15 kWh pro Quadratmeter und Jahr begrenzt (alternativ gilt die Heizlast von 10 W/m²). Beim PER gilt:

  • Classic: höchstens 60 kWh/(m²a)
  • Plus: höchstens 45 kWh/(m²a), dazu mindestens 60 kWh/(m²a) Energieerzeugung bezogen auf die überbaute Fläche
  • Premium: höchstens 30 kWh/(m²a), dazu mindestens 120 kWh/(m²a) Energieerzeugung

Für die Klassen Plus und Premium muss das Haus also zusätzlich Energie erzeugen. Die Klasse Classic verlangt dagegen keine Erzeugung. Ob sich die Erzeugung auf Ihrem Grundstück umsetzen lässt, kann ein Energieberater für Ihr Projekt durchrechnen.

Wie wird ein Passivhaus nachgewiesen?

Die Planung wird mit dem Passivhaus Projektierungspaket (PHPP) berechnet, die Luftdichtheit mit einem Drucktest gemessen (siehe Blower-Door-Test). Der Begriff Passivhaus ist nicht gesetzlich geschützt. Maßgeblich ist deshalb die Zertifizierung nach den Vorgaben des Passivhaus Instituts. Weitere Hintergründe finden Sie unter Was ist ein Passivhaus.

Passivhaus und KfW-Effizienzhaus 40: ist das dasselbe?

Nein. Ein KfW-Effizienzhaus 40 erfüllt nicht automatisch die Passivhaus-Kriterien, denn die Vorgaben der KfW sind nicht identisch mit denen des Passivhaus Instituts. Die Anforderungen der KfW stehen in den Förderbedingungen, die Sie vor einem Antrag prüfen sollten. Welche Zuschüsse und Kredite für ein Passivhaus infrage kommen, zeigt die Seite Passivhaus Förderung.

Diese Angaben sind eine allgemeine Einordnung und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung. Lassen Sie Ihren Einzelfall vor Vertragsschluss von einem Anwalt, Notar oder einer Verbraucherzentrale prüfen.

Passivhäuser als Angebot finden Sie unter Passivhaus bauen.

Ausführliche Antwort

Welche Fenster einbauen in ein Passivhaus?

Welche Fenster einbauen in ein Passivhaus?

In ein Passivhaus gehören Fenster mit Dreifach-Wärmeschutzverglasung und gedämmtem Rahmen, die für den Passivhaus-Standard geeignet sind. Für Fenster mit Zertifikat des Passivhaus Instituts gilt im kühl-gemäßigten Klima ein Wärmedurchgangskoeffizient von höchstens 0,80 W/(m²K), im eingebauten Zustand von höchstens 0,85 W/(m²K).

Aufbau eines Passivhaus-Fensters

Dreifachverglasung mit Beschichtung und Edelgas

Die Scheiben haben eine hauchdünne Metalloxidschicht, die Wärmestrahlung zurück in den Raum reflektiert. Die Scheibenzwischenräume sind mit Edelgas gefüllt. Dadurch bleibt die raumseitige Scheibe auch bei Frost warm, was die Behaglichkeit verbessert und Zugerscheinungen vermeidet.

Gedämmter Rahmen und warmer Randverbund

Nicht nur das Glas zählt. Der Rahmen muss gedämmt sein, und der Abstandhalter am Glasrand sollte thermisch getrennt sein („warmer Rand“). Sonst entstehen Wärmebrücken und an kalten Stellen kann sich Feuchtigkeit niederschlagen. Zertifizierte Fenster werden auch auf einen Temperaturfaktor am Rahmen geprüft.

Einbau ohne Wärmebrücken

Das Fenster sollte möglichst in der Dämmebene sitzen und luftdicht eingebaut werden. Der Einbau fließt in den Uw,eingebaut-Wert ein, deshalb ist die Ausführung am Bau genauso wichtig wie das Produkt.

Was bedeutet der U-Wert beim Fenster?

Der U-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient: Er gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter Bauteil und Kelvin Temperaturunterschied nach außen verloren geht. Je kleiner, desto besser. Bei Fenstern setzt er sich aus Verglasung, Rahmen und Randverbund zusammen. Die Berechnung ist in der Normenreihe EN ISO 10077 geregelt. In die Rechnung gehen unter anderem ein:

  • Fläche und Wärmedurchgang der Verglasung
  • Rahmenfläche und Wärmedurchgang des Rahmens
  • Wärmebrückenverlust am Glasrand durch den Randverbund
  • Länge des Glasrandes
  • Wärmebrückenverlust durch den Einbau in die Außenwand (beim eingebauten Wert)

Was kosten Passivhaus-Fenster?

Eine belastbare Pauschale pro Quadratmeter Wohnfläche nennen wir nicht, da die Kosten von Größe, Rahmenmaterial und Anbieter abhängen. Fenster sind teurer als Standardfenster, senken aber den Heizwärmebedarf. Lassen Sie sich Angebote für zertifizierte Komponenten einholen und fragen Sie nach dem Zertifikat. Gründe für den Standard insgesamt sammelt Gründe für ein Passivhaus.

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Wie viel kostet ein Passivhaus pro qm?

Wie viel kostet ein Passivhaus pro qm?

Eine verlässliche Pauschale pro Quadratmeter gibt es nicht, weil die Kosten von Region, Hausform, Ausstattung und Anbieter abhängen. Ältere Durchschnittswerte von rund 1.280 bis 1.390 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für Reihenhaus, Doppelhaushälfte und Einfamilienhaus sind weder datiert noch belegt und heute nicht mehr als Richtwert geeignet. Die Baupreise sind seitdem deutlich gestiegen.

Warum die alten Quadratmeterpreise nicht mehr passen

Nach dem Statistischen Bundesamt lagen die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude im Mai 2026 um 5,0 Prozent über dem Niveau von Mai 2025 (Destatis, Pressemitteilung Baupreise Mai 2026, Stand: Oktober 2026). Zahlen aus früheren Jahren unterschätzen die heutigen Kosten deshalb. Aktuelle Preise einzelner Häuser sehen Sie bei den Angeboten unter Passivhaus bauen.

Was ein Passivhaus teurer macht

Gegenüber einem Standardhaus entstehen Mehrkosten vor allem durch die Gebäudehülle und die Technik:

  • dickere Dämmung
  • dreifach verglaste, gedämmte Fenster
  • eine besonders luftdichte Ausführung ohne Wärmebrücken
  • eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Nach Angaben des Passivhaus Instituts ist die Anfangsinvestition beim Passivhaus-Standard leicht höher und wird über den Lebenszyklus durch Energieeinsparung wieder ausgeglichen (Passivhaus Institut, Requirements). Ob sich das im Einzelfall rechnet, behandelt Rechnen sich die Mehrkosten von einem Passivhaus.

Worauf Sie beim Preisvergleich achten

  • Hausform: Kompakte Häuser mit wenigen Vor- und Rücksprüngen erreichen den Standard leichter, weil weniger Hüllfläche zu dämmen ist.
  • Leistungsumfang: Die Preise der Anbieter meinen das Haus ohne Grundstück. Bodenplatte oder Keller, Hausanschlüsse und Außenanlagen fallen oft zusätzlich an.
  • Nachweis: Fragen Sie, ob das Haus zertifiziert wird oder nur „in Passivhaus-Bauweise“ gebaut ist.
  • Förderung: Mögliche Zuschüsse und Kredite senken die Belastung, siehe Fördermittel für das Passivhaus.

Gerechnet wird mit der Wohnfläche. Die Kriterien des Standards (Heizwärmebedarf höchstens 15 kWh pro Quadratmeter und Jahr, Luftdichtheit n50 ≤ 0,6 pro Stunde) gelten unabhängig vom Preis.

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Welche Heizung in einem Passivhaus?

Welche Heizung in einem Passivhaus?

Ein Passivhaus braucht nur eine sehr kleine Heizung, weil die Heizlast bei höchstens 10 Watt pro Quadratmeter liegt. Üblich sind Kompaktgeräte, die Lüftung, Heizung und Warmwasser vereinen, oder eine kleine Wärmepumpe. Auch Pelletheizung, Einzelöfen oder Fernwärme sind möglich, wenn sie zum geringen Wärmebedarf passen.

Kompaktgeräte für das Passivhaus

Ein Kompaktgerät kombiniert Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Wärmepumpe und Warmwasserspeicher in einem Gehäuse. Die Heizwärme wird über die Zuluft transportiert, ein Wärmeverteilnetz mit Heizkörpern entfällt. Der Vorteil ist ein geringer Platz- und Installationsaufwand. Die Heizlast von etwa 10 Watt pro Quadratmeter lässt sich so mit einer in das Lüftungsgerät integrierten Zuheizung decken.

Klassische Heizsysteme im Passivhaus

Statt eines Kompaktgeräts sind auch getrennte Systeme möglich:

  • Wärmepumpe: Sie nutzt Luft, Erdreich oder Grundwasser und ist durch den geringen Wärmebedarf gut auslegbar. Mehr dazu unter Wärmepumpe.
  • Pelletheizung: Als kleiner Kessel möglich, siehe Pelletheizung.
  • Gas oder Fernwärme: Technisch möglich. Welche Heizungen aktuell zulässig sind, regelt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das seit 29.07.2026 das Gebäudeenergiegesetz ablöst. Die frühere pauschale 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien bei neuen Heizungen entfällt nach Angaben der Bundesregierung. Klären Sie die Wahl mit Ihrem Energieberater.
  • Einzelöfen: Hier ist darauf zu achten, dass der Raum nicht überhitzt wird, da die abgegebene Leistung oft größer ist als der gesamte Wärmebedarf.

Heizlast und Dimensionierung

Grundlage ist eine genaue Heizlastberechnung. Sie stellt sicher, dass die Heizung zum Haus passt und nicht überdimensioniert wird. Der Wärmeerzeuger fällt deutlich kleiner aus als bei einem Standardhaus. Die Warmwasserbereitung gehört mit in die Planung.

Photovoltaik und Solarthermie

Bei der Planung kann das Dach einbezogen werden: Eine Photovoltaikanlage liefert Strom für die Wärmepumpe, eine Solarthermieanlage unterstützt die Warmwasserbereitung. Das senkt die laufenden Kosten und verbessert den erneuerbaren Primärenergiebedarf. Einordnung des Standards: Was ist ein Passivhaus.

Diese Angaben sind eine allgemeine Einordnung und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung. Lassen Sie Ihren Einzelfall vor Vertragsschluss von einem Anwalt, Notar oder einer Verbraucherzentrale prüfen.

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Welche Fördermittel können beim Bau eines Passivhauses beantragt werden?

Welche Fördermittel gibt es für ein Passivhaus?

Für ein Passivhaus kommt vor allem der zinsgünstige KfW-Kredit „Klimafreundlicher Neubau Wohngebäude“ (Nummern 297 und 298) in Betracht. Das Programm setzt den Standard Effizienzhaus 55 oder Effizienzhaus 40 voraus. Zusätzlich gibt es teils regionale Programme von Ländern, Kommunen und Energieversorgern.

KfW-Kredit „Klimafreundlicher Neubau Wohngebäude“ (297, 298)

Laut KfW-Produktseite beträgt der Kreditbetrag bis zu 100.000 Euro je Wohnung für Effizienzhaus 55 und für Effizienzhaus 40 ohne QNG. Mit QNG-Siegel (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude) sind bei Effizienzhaus 40 bis zu 150.000 Euro je Wohnung möglich. Die Förderung steht unter dem Vorbehalt verfügbarer Bundesmittel. Die Auszahlung erfolgt zu 100 Prozent, der Abruf muss innerhalb von 12 Monaten nach der Zusage erfolgen.

Fossile Heizungen mit Öl oder Gas sind ausgeschlossen. Bei Effizienzhaus 40 gilt das auch für Biomasse.

Voraussetzungen im Überblick

  • Effizienzhaus 55: Das Haus erfüllt die Anforderungen dieses Standards und hat keine Heizung mit Öl oder Gas.
  • Effizienzhaus 40: Das Haus erfüllt die Anforderungen dieses Standards und hat weder eine Öl-, Gas- noch Biomasseheizung.

Welche Nummer gilt für mich?

Mit der Nummer 297 beantragen Sie den Kredit, wenn Sie die Wohnung selbst nutzen. Mit 298 gilt er für Wohnungen, die Sie nicht selbst nutzen, etwa bei Vermietung. Bei Mehrfamilienhäusern kann für alle Wohnungen die Nummer 298 beantragt werden.

Regionale Programme und Kombination

Informieren Sie sich bei Land, Gemeinde und Energieversorger über eigene Programme. Ob sie sich mit dem KfW-Kredit kombinieren lassen, klären Sie vorab beim jeweiligen Fördergeber. Die Konditionen ändern sich, fragen Sie sie deshalb kurz vor der Planung ab.

Förderantrag vor Baubeginn

Ob der Antrag vor Vertragsschluss oder vor Baubeginn gestellt sein muss, hängt vom Programm ab. Prüfen Sie das in den Bedingungen von KfW oder Ihrer Bank, bevor Sie den Bauvertrag unterschreiben. Die Kosten eines Passivhauses im Vergleich zeigt Passivhaus-Kosten pro Quadratmeter.

Diese Angaben sind eine allgemeine Einordnung und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung. Lassen Sie Ihren Einzelfall vor Vertragsschluss von einem Anwalt, Notar oder einer Verbraucherzentrale prüfen.

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Wie funktioniert die Lüftungsanlage im Passivhaus?

Wie funktioniert die Lüftungsanlage im Passivhaus?

Die Lüftungsanlage im Passivhaus saugt Außenluft an, führt sie durch einen Wärmetauscher und verteilt sie als vorgewärmte Zuluft in die Räume. Die verbrauchte Abluft aus Küche, Bad und WC wird abgesaugt und gibt ihre Wärme an die frische Luft ab, ohne sich mit ihr zu vermischen. Zertifizierte Geräte müssen laut Passivhaus Institut mindestens 75 Prozent der Wärme zurückgewinnen.

Aufbau und Ablauf der Passivhaus-Lüftung

Ansaugung und Ventilatoren

Ein Ventilator fördert die Außenluft von einer Ansaugstelle zum Lüftungsgerät. Der Betrieb läuft gleichmäßig über den Tag verteilt und ist bei guter Planung kaum zu hören. Ein zweiter Ventilator transportiert die Abluft nach draußen.

Wärmetauscher als Kern der Anlage

Im Gerät strömen Zuluft und Abluft aneinander vorbei. Die Wärme der Abluft geht auf die Zuluft über, ohne dass Luft zwischen beiden Strömen wechselt. Die Zuluft kommt dadurch auch im Winter mit angenehmer Temperatur in den Räumen an. Zertifizierte Geräte begrenzen zudem den Stromverbrauch auf höchstens 0,45 Wattstunden je Kubikmeter Luft.

Erdwärmetauscher als Option

Manche Häuser erhalten zusätzlich ein Erdreich-Rohrsystem vor dem Frischluftkanal. Es wärmt die Außenluft im Winter vor und kühlt sie im Sommer etwas ab. Es ist eine Ergänzung, keine Pflicht.

Vorteile der Passivhaus-Lüftung

  • Gleichmäßige Luftqualität: Feuchtigkeit, CO2 und Gerüche werden kontinuierlich abgeführt, auch bei geschlossenen Fenstern.
  • Weniger Schimmelrisiko: Feuchte wird abtransportiert, auch wenn Bewohner nicht von Hand lüften.
  • Gefilterte Zuluft: Filter halten Staub und einen Teil der Pollen zurück.
  • Schallschutz: Da die Fenster zum Lüften nicht geöffnet werden müssen, bleibt Straßenlärm draußen.

Wartung der Lüftungsanlage

Die Filter müssen regelmäßig gewechselt werden, die Intervalle gibt der Hersteller vor. Ohne Filterwechsel sinkt die Luftqualität, und der Stromverbrauch steigt. Fenster dürfen Sie trotzdem öffnen, nötig ist es nicht. Einordnung des Standards: Was ist ein Passivhaus. Die dichte Hülle, auf der das System aufbaut, wird mit einem Blower-Door-Test geprüft.

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Rechnen sich die Mehrkosten von einem Passivhaus?

Rechnen sich die Mehrkosten von einem Passivhaus?

Ob sich die Mehrkosten eines Passivhauses rechnen, hängt von den Mehrinvestitionen, den eingesparten Energiekosten, der Förderung und der Nutzungsdauer ab. Nach Angaben des Passivhaus Instituts ist die Anfangsinvestition beim Passivhaus-Standard leicht höher und wird über den Lebenszyklus durch Energieeinsparung wieder ausgeglichen (Passivhaus Institut, Requirements). Eine allgemeingültige Zahl lässt sich nicht nennen. Rechnen Sie deshalb mit den Angeboten für Ihr konkretes Vorhaben.

Woher die Mehrkosten kommen

Zusätzliche Ausgaben entstehen vor allem durch die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, durch eine umfassende Wärmedämmung, dreifach verglaste Fenster und die luftdichte Ausführung. Wie hoch der Aufschlag ausfällt, hängt von Haustyp, Materialwahl und Anbieter ab. Eine pauschale Prozentzahl wie „10 Prozent“ ist nicht belegt und sollte nur als grobe Orientierung gelten.

Wie Sie die Wirtschaftlichkeit berechnen

  1. Mehrkosten ermitteln: Lassen Sie sich vom Anbieter das Passivhaus und eine Variante nach Gebäudeenergiestandard (Effizienzhaus) anbieten und vergleichen Sie die Preise.
  2. Energiekosten vergleichen: Die Energieberatung berechnet den Heiz- und Warmwasserbedarf beider Varianten. Multiplizieren Sie mit Ihren Energiepreisen und beachten Sie, dass sich diese ändern können.
  3. Förderung abziehen: Zuschüsse und Kredite mindern die Belastung, siehe Fördermittel für das Passivhaus.
  4. Amortisationszeit bilden: Mehrkosten geteilt durch jährliche Ersparnis ergibt die Jahre, bis sich die Investition bezahlt macht. Bedenken Sie die Lebensdauer der Technik, etwa der Lüftungsanlage, und deren Wartung.

Weitere Vorteile neben den Heizkosten

Ein Passivhaus hat sehr geringe Heizkosten und ist dadurch weniger abhängig von Energiepreisen. Hinzu kommen ein gleichmäßiges Raumklima und die kontrollierte Lüftung. Mit einer Photovoltaikanlage lässt sich ein Teil des Strombedarfs selbst decken. Wie groß dieser Anteil ist, hängt von Dachfläche, Ausrichtung und Verbrauch ab. Vollständig energieautark ist ein Passivhaus nicht automatisch. Die Gründe für den Standard sammelt Gründe für ein Passivhaus, Angebote finden Sie unter Passivhaus bauen.

Was bei der Rechnung oft fehlt

  • Wartungskosten und Filter der Lüftungsanlage
  • Strom für die Lüftung und die Wärmepumpe
  • Der Wert eines geringeren Energiebedarfs bei steigenden Energiepreisen
  • Der Wiederverkaufswert, den wir nicht beziffern können

Diese Angaben sind eine allgemeine Einordnung und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung. Lassen Sie Ihren Einzelfall vor Vertragsschluss von einem Anwalt, Notar oder einer Verbraucherzentrale prüfen.

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So gehen Sie weiter vor

Vergleichen Sie zuerst Grundrisse, nicht Preise. Merken Sie sich drei bis fünf Häuser, prüfen Sie bei jedem, ob die Bodenplatte enthalten ist, und fordern Sie dann die Unterlagen an.

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