30 von 117 Häusern angezeigt
Passivhaus: alle Häuser
KB 62
Passivhaus in Holzständerbauweise, 1-geschossig unter Walmdach.
Preis auf Anfrage
185 m²
Opal 163
Passivhaus in Massivbauweise, 1,5-geschossig unter Pultdach.
Preis auf Anfrage
154 m²
Weitere Gestaltungsvorschläge Mehrfamilienhäuser und Ges…
Passivhaus in Holzbauweise, 36-Grad-Satteldach, Niedrigenergiehaus.
Preis auf Anfrage
KM 49
Dieses Domizil kann auf Ihren Wunsch hin als Passivhaus errichtet werden. Dazu wird entweder ein Thermo-Fertigkeller errichtet oder eine isolierte Betonbodenpla…
Preis auf Anfrage
220 m²
Zweifamilienhaus ca. 2 x 80-90 m², nach jetzt gültiger…
In seiner ursprünglichen Gestaltung wird das Haus als KfW-Effizienzhaus 70 errichtet. Durch weitere Maßnahmen, die gegen entsprechenden Aufpreis realisiert werd…
ab 499.000 € schlüsselfertig
166 m² · 6 Zimmer
Stadthaus mit Platz
Passivhaus in Massivbauweise, 22-Grad-Satteldach.
Preis auf Anfrage
97 m²
EFH 181 Cetus mit Bodenplatte
Passivhaus, 1,5-geschossig unter 45-Grad-Satteldach, ohne Keller, Passivhaus.
Preis auf Anfrage
6 Zimmer
Diamant 210
Passivhaus in Massivbauweise, 2-geschossig unter Walmdach.
Preis auf Anfrage
200 m²
Wohnhaus
Passivhaus in Holzbauweise, 2-geschossig unter 22-Grad-Walmdach, Keller optional, Effizienzhaus 40 Plus.
ab 265.000 € Ausbauhaus
142 m² · 7 Zimmer
Einfamilienhaus Karabuda
Passivhaus in Blockhausbau, 1,5-geschossig unter 35-Grad-Satteldach, ohne Keller, Niedrigenergiehaus.
ab 308.713 € schlüsselfertig
193 m² · 5 Zimmer
KD 50
Passivhaus in Holzständerbauweise, 1,5-geschossig unter Satteldach, Effizienzhaus 70.
Preis auf Anfrage
260 m²
KH 121
Passivhaus in Holzständerbauweise, 2-geschossig unter Walmdach, Effizienzhaus 70.
Preis auf Anfrage
200 m²
Modern Living
Bei der Errichtung des Hauses wird auf eine Hobelspänedämmung zurückgegriffen. Diese sorgt unter anderem dafür, dass die sommerliche Hitze erst 14 Stunden späte…
Preis auf Anfrage
214 m²
Viergiebelhaus
Das hier vorgestellte Viergiebelhaus wird in massiver Bauweise errichtet. Es erfüllt durch die Nutzung erneuerbarer Energien, zu denen beispielsweise eine Wärme…
Preis auf Anfrage
125 m²
Bungalow 111 Apus mit Bodenplatte
Passivhaus, 1-geschossig unter 45-Grad-Satteldach, Passivhaus.
Preis auf Anfrage
5 Zimmer
Bungalow 116 Sagitta mit Bodenplatte
Passivhaus, 1-geschossig unter 45-Grad-Satteldach, ohne Keller, Passivhaus.
Preis auf Anfrage
116 m² · 5 Zimmer
KE 86
Auf Wunsch kann das KE 86 als Passivhaus errichtet werden. Welche Maßnahmen dazu seitens des Bauunternehmens getroffen werden, können Sie in der Hausbeschreibun…
Preis auf Anfrage
240 m²
KB 59
Durch verschiedene, optional angebotene Maßnahmen kann die Immobilie als Passivhaus errichtet werden. Nicht nur eine effektive Wärmedämmung, sondern auch eine W…
Preis auf Anfrage
160 m²
Topas 187
Passivhaus in Massivbauweise, 1,5-geschossig unter Satteldach.
Preis auf Anfrage
184 m²
B 165
Das Frammelsberger Blockhaus Holz 165 kann sowohl als Niedrigenergie- als auch als Passivhaus errichtet werden. Durch welche baulichen und auch technischen Maßn…
Preis auf Anfrage
168 m²
Wohnhaus Bungalow 123
Passivhaus in Holzbauweise, 1-geschossig unter 22-Grad-Walmdach oder Flachdach, ohne Keller, Effizienzhaus 40 Plus.
ab 360.000 € schlüsselfertig
123 m² · 5 Zimmer
KM 26
Ursprünglich wurde das KM 26 als Niedrigenergiehaus geplant. Durch zusätzliche Maßnahmen, die Bauherren mit dem Bauunternehmen absprechen, ist es möglich, es al…
Preis auf Anfrage
340 m²
FRH 9x9-F
Das hier vorgestellte Anwesen erfüllt die Kriterien eines Passivhauses. Eine installierte Wärmepumpe sorgt im Winter für eine optimale Beheizung des Hauses, wäh…
ab 255.000 € schlüsselfertig
131 m²
Planungsvorschlag Haus Sevilla
Das Gebäude wird in Massiv-Blähton-Bauweise erbaut, auf Wunsch mit einer Wärmepumpe oder anderweitigen Heizungsanlage, die auf der Basis erneuerbarer Energien a…
Preis auf Anfrage
168 m²
Bungalow 89 Waage mit Bodenplatte
Passivhaus, 1-geschossig unter 30-Grad-Satteldach, ohne Keller, Passivhaus.
Preis auf Anfrage
4 Zimmer
KB 25
Auf Wunsch wird dieses Anwesen als Passivhaus errichtet. Es ist so mit einer effektiven Wärmedämmung ausgestattet und nutzt ein ausgeklügeltes Belüftungssystem.
Preis auf Anfrage
150 m²
Sunrise Stadtvilla 2
Passivhaus in Holzbauweise, 2-geschossig unter Flachdach, ohne Keller, Effizienzhaus 40.
ab 242.714 € schlüsselfertig
132 m² · 4 Zimmer
Bugalow Artikan
Modern natürliches Design mit Blockbohlen – eine großzügige Küche und ein Ankleidezimmer – das richtige Haus zum Leben Ihres Lifestyles.
ab 270.820 € schlüsselfertig
182 m² · 5 Zimmer
KH 133
Passivhaus in Holzständerbauweise, 2-geschossig unter Walmdach.
Preis auf Anfrage
200 m²
Ambienti+ Gewinner des GoldenCube
Passivhaus in Massivbauweise, 2-geschossig unter 11-Grad-Walmdach.
Preis auf Anfrage
229 m²
30 von 117 Häusern angezeigt
Alle 117 Passivhäuser dieser Auswahl
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- Diamant 226
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- Aqaumarin 183
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- EFH 158 Lupus mit Bodenplatte
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- Berstein 175
- D 132
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- Bungalow 187 Stier mit Bodenplatte
- Bad Feilnbach
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Marktüberblick
Preise und Wohnflächen in Zahlen
Auf beispielhaus.de bieten derzeit 16 Baufirmen 117 Passivhäuser an. Schlüsselfertig liegt der mittlere Preis (Median) bei 270.820 €. Die mittlere Wohnfläche beträgt 170 m², ein schlüsselfertiges Angebot kostet im Mittel rund 2.060 € je m² Wohnfläche.
| Kennzahl | Wert | Grundlage |
|---|---|---|
| Häuser in dieser Auswahl | 117 | alle |
| Baufirmen | 16 | alle |
| Schlüsselfertig, niedrigster Preis | 28.900 € | 20 Häuser |
| Schlüsselfertig, Median | 270.820 € | 20 Häuser |
| Schlüsselfertig, höchster Preis | 499.000 € | 20 Häuser |
| Ausbauhaus, Median | 229.000 € | 22 Häuser |
| Wohnfläche, Median | 170 m² | 93 Häuser |
| Preis je m² schlüsselfertig, Median | 2.060 € | 17 Häuser |
Datenstand: 27.10.2026, ohne Grundstück und Baunebenkosten. Angaben der Baufirmen. Leistungsumfang und Berechnung der Wohnfläche unterscheiden sich je Angebot. Median: Etwa die Hälfte der Angebote liegt darunter, etwa die Hälfte darüber.
Vergleichen Sie 117 Passivhäuser mit Grundrissen und Preisen verschiedener Baufirmen und informieren Sie sich über das energieeffiziente Bauen nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)!
Passivhaus bauen: Definition, Technik und Kosten

Gesetzliche Grundlage und Energiestandards
In Deutschland regelt heute das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) die energetischen Anforderungen an Wohngebäude. Es gilt seit dem 1. November 2020 und hat die Energieeinsparungsverordnung (EnEV) abgelöst. Gängig sind die Begriffe Niedrigenergiehaus, Niedrigstenergiehaus und Passivhaus. Das Genre der Passivhäuser stellt die höchste Entwicklungsstufe des Energieeinsparens dar. Es wird in den Gebäuden nur noch in Ausnahmesituationen Zusatzenergie zur Beheizung eingesetzt oder von Außen zugeführt. Sie verwenden alle im Haus anfallende Wärme für die Nutzung im Haus zu dessen Temperierung.
Definition des Passivhauses
Die übliche Definition des Energieverbrauches bezieht sich auf den jährlichen Verbrauch an Energie pro Quadratmeter Wohnfläche zur Beheizung. Nutzflächen und Warmwasserbereitung sowie die Anzahl der Bewohner bleiben unberücksichtigt, da sie durch ihr individuelles Verhalten als Verbraucher die Berechnung verfälschen würden. Als Passivhaus werden in Deutschland Gebäude mit einem Energieaufwand von 15 Kilowattstunden und weniger pro Quadratmeter eingestuft. Dieser Verbrauch ist so gering, dass als Zusatzheizung für extreme Witterungen nur kleine Anlagen ohne größere Leistungen vorgehalten werden. Kamine oder Heizungsanlagen mit Heizkörpern oder Fußbodenheizungen können entfallen. Dafür sind im Gegenzug die Wärmedämmungen der Gebäudehülle extrem ausgeführt.
Eingesetzte Technologien
Standard sind Anlagen mit kontrollierter Lüftung und Wärmerückgewinnung, Wärmepumpen und massive Bausubstanz zur langfristigen Pufferung vorhandener Wärmeenergie. Die Isolierung von geschlossenen Fassaden muss zur Prävention vor Schimmelbildung sehr gleichmäßig und ohne Kältebrücken erfolgen. Für Fenster sind Mehrfachverglasungen mit speziellen Beschichtungen Usus. Gegen zu starke Sonneneinstrahlung und damit unerwünschte Aufheizung werden die Fenster häufig mit automatischen Rollläden der Rollos über eine Regelelektronik bedarfsgerecht verschattet. Genutzt wird die durch Geräte und Bewohner abgegebene Wärme durch Rückgewinnung über Wärmetauscher in der Lüftungsanlage. Extreme Modelle können sogar die Abwasserwärme nutzen und dem Haus wieder zuführen.
Höhere Investitionen zur Erstellung sind erforderlich
In der Regel sind die Baukosten von Passivhäusern 15 bis 20% höher als für Niedrigenergiehäuser. Die Amortisation kann je nach Verlauf der Energiekosten deutlich über 10 Jahre betragen. Um ein Funktionieren der Passivhaustechnik zu gewährleisten sind oft Standorte mit uneingeschränkter Sonneneinstrahlung nötig, die für Kollektoren und Wärmepumpen unerlässlich sind. Im Gegenzug zur erhöhten Investition fallen keine Kosten für Heizungsanlagen, deren Wartung oder Reparaturen an. Zusatzheizungen werden oft über Wärmepumpen, Fernheizungsanschlüsse oder simple Stromheizungen realisiert. Bei gutem Grundkonzept des Passivhauses kommen sie sehr sporadisch bei extremen Wetterlagen zum Einsatz und können daher beinahe vernachlässigt werden.
Für wen eignet sich ein Passivhaus?
Passivhäuser eignen sich wie Niedrigenregiehäuser für sehr umweltbewusste und technikorientierte Bauherren. Die Bewohner erwartet in einem Passivhaus ein extrem konstantes Raumklima mit nahezu unveränderlicher Temperatur. Das Lüftungsverhalten und der Gebrauch von Außentüren müssen neu erlernt werden und erfordern ein geändertes Verhalten der Bewohner. Das ist bei Kindern und Haustieren in die Überlegungen einzubeziehen. Passivhäuser zählen zu den modernsten Bauweisen und erzeugen neben dem guten Gewissen gegenüber der Umwelt auch ein gewisses Prestige. Es gibt trotz der teilweise deutlich höheren Investitionen in den Bau oder Umbau eines Gebäudes in ein Passivhaus keine belastbaren vernünftigen Argumente gegen diese Bauweise.
Passivhaus: Preise aus den aktuellen Angeboten
Von den 117 Häusern auf dieser Seite nennen 20 einen schlüsselfertigen Preis. Umgerechnet auf die Wohnfläche liegt die mittlere Hälfte dieser Angebote zwischen 1.805 und 2.811 Euro je Quadratmeter, der mittlere Wert bei 2.058 Euro.
Die Tabelle zeigt, was das in Summe bedeutet. Sie ist aus den Angeboten dieser Seite gerechnet, nicht geschätzt.
Schlüsselfertige Angebote dieser Seite nach Wohnfläche. Die Spanne zeigt die mittlere Hälfte: ein Viertel der Häuser liegt darunter, ein Viertel darüber.
| Wohnfläche | Angebote | Preisspanne schlüsselfertig | je m² |
|---|---|---|---|
| 120 bis 140 m² | 5 | 255.000 bis 371.000 € | 2.810 € |
| ab 160 m² | 5 | 309.000 bis 360.000 € | 1.600 € |
Was in diesen Zahlen nicht steckt: Grundstück, Erschließung, Baugenehmigung, Vermessung, Außenanlagen und die Anschlüsse ans Netz. Diese Baunebenkosten fallen zusätzlich an und hängen an Ihrem Grundstück, nicht am Haus.
Wie viel Grundstück braucht ein Passivhaus?
Die Grundflächenzahl im Bebauungsplan entscheidet darüber, nicht die Wohnfläche. Sie sagt, welcher Anteil des Grundstücks überbaut werden darf: Bei einer GRZ von 0,3 sind das 30 Prozent. Ein Haus mit 100 Quadratmetern Grundfläche braucht dann ein Grundstück von mindestens 333 Quadratmetern.
Garage, Zufahrt und Terrasse zählen dabei mit. Nach der Baunutzungsverordnung dürfen sie die Grundfläche um bis zu die Hälfte überschreiten, also auf 45 Prozent bei einer GRZ von 0,3. Wer eng plant, verliert genau hier den Garten.
Die Häuser auf dieser Seite haben im Mittel 170 Quadratmeter Wohnfläche. Verteilt sich diese auf zwei Geschosse, halbiert sich die Grundfläche und damit der Grundstücksbedarf.
Grundrisse: Passivhaus
Der Grundriss entscheidet, ob ein Haus zu Ihnen passt, nicht der Preis je Quadratmeter. Achten Sie auf die Verkehrsfläche: Flure und Treppen erschließen nur, wohnen können Sie darin nicht.
Jeder Grundriss hier stammt aus einem konkreten Angebot dieser Seite. Ein Klick öffnet das Haus mit Fläche, Zimmerzahl und Preis.
Fragen zu Passivhäusern
Was ist ein Passivhaus?
Was ist ein Passivhaus?
Ein Passivhaus ist ein Gebäude mit so geringem Heizwärmebedarf, dass es ohne klassisches Heizsystem auskommt und nur eine kleine Restwärme benötigt. Der Heizwärmebedarf liegt bei höchstens 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr (BauNetz Wissen). Möglich wird das durch sehr gute Dämmung, eine luftdichte Gebäudehülle, Fenster mit hoher Dämmung, häufig dreifach verglast, und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Wie sich das vom Niedrigenergiehaus unterscheidet, erklärt Niedrigenergiehaus oder Passivhaus.
Wie funktioniert ein Passivhaus?
Ein Passivhaus lässt sich mit einer Thermoskanne vergleichen: Die Hülle hält die Wärme im Haus. Diese Wärme muss nicht aus einer Heizung kommen. Sie fällt „passiv“ an, durch Sonneneinstrahlung, durch die Abwärme von Menschen und elektrischen Geräten. Ein normales Haus erzeugt seine Wärme dagegen aktiv mit einer Heizungsanlage.
Luftdichte Hülle und kontrollierte Lüftung
Die Gebäudehülle ist so dicht gebaut, dass bei einem Druckunterschied von 50 Pascal (Blower-Door-Test) höchstens ein Luftwechsel von 0,6 pro Stunde auftritt (n50 ≤ 0,6). Wärmebrücken, also Stellen mit erhöhtem Wärmeverlust, werden möglichst vermieden. Frischluft liefert eine Lüftungsanlage, die Zuluft und Abluft über einen Wärmetauscher führt, so geht kaum Wärme verloren. Wie die Technik im Detail arbeitet, steht unter Lüftungsanlage im Passivhaus.
Restwärme und Warmwasser
Für das Warmwasser braucht auch ein Passivhaus eine Energiequelle, häufig sind das eine Wärmepumpe oder eine Solaranlage. Oft wird auf eine konventionelle Heizung verzichtet, weil der minimale Restwärmebedarf meist über die Lüftungsanlage gedeckt werden kann (BauNetz Wissen).
Welche Kennwerte hat ein Passivhaus?
- Heizwärmebedarf: höchstens 15 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr
- Heizlast: höchstens 10 Watt pro Quadratmeter
- Luftdichtheit: n50 ≤ 0,6 pro Stunde
- Primärenergiebedarf: höchstens 120 kWh pro Quadratmeter und Jahr, inklusive aller elektrischen Verbraucher
Daneben gibt es die Klassen Classic, Plus und Premium mit abgestuften Grenzwerten für erneuerbare Primärenergie. Mehr zu den einzelnen Grenzwerten finden Sie unter Passivhaus Definition.
Vor- und Nachteile eines Passivhauses
Vorteile
Der geringe Heizbedarf senkt die laufenden Energiekosten. Die kontrollierte Lüftung sorgt für frische Luft und ein gleichmäßiges Raumklima, ohne dass Sie ständig Fenster öffnen müssen.
Nachteile
Die Mehrkosten für Dämmung, Fenster und Lüftungsanlage fallen beim Bau an und hängen vom Gebäudekonzept ab. Die Lüftungsanlage braucht zudem Pflege, und die Planung muss von Anfang an sauber sein, weil Fehler später schwer zu beheben sind.
Lassen sich die Fenster öffnen?
Ja, die Fenster lassen sich öffnen. Frische Luft kommt aber vor allem aus der Lüftungsanlage, deshalb müssen Sie zum Lüften nicht ständig Fenster öffnen.
Verbraucht ein Passivhaus keine Energie?
Nein. Der Energiebedarf eines Passivhauses ist sehr gering, aber nicht null. Haushaltsstrom, Warmwasser und die Lüftung brauchen weiter Energie. Angebote zu Passivhäusern finden Sie unter Passivhaus bauen.
Ab wann gilt ein Haus als Passivhaus?
Passivhaus Definition: Wann ein Haus als Passivhaus gilt
Ein Haus gilt als Passivhaus, wenn es die Kriterien des Passivhaus Instituts erfüllt. Maßgeblich ist ein Heizwärmebedarf von höchstens 15 kWh pro Quadratmeter und Jahr, alternativ eine Heizlast von höchstens 10 Watt pro Quadratmeter. Dazu kommen eine luftdichte Gebäudehülle, eine Obergrenze für die erneuerbare Primärenergie und ein Grenzwert für den sommerlichen Wärmeschutz.
Die Kriterien für das Passivhaus im Überblick
| Kriterium | Grenzwert |
|---|---|
| Heizwärmebedarf oder Heizlast (Alternative) | höchstens 15 kWh/(m²a) oder höchstens 10 W/m² |
| Luftdichtheit (Drucktest bei 50 Pascal) | n50 höchstens 0,6 pro Stunde |
| Erneuerbare Primärenergie (PER) | je nach Klasse höchstens 60, 45 oder 30 kWh/(m²a), siehe unten |
| Sommerlicher Wärmeschutz | Übertemperaturhäufigkeit höchstens 10 Prozent (Innentemperatur über 25 °C) |
Wie sich diese Grenzwerte vom Niedrigenergiehaus unterscheiden, erklärt die Seite Unterschied Niedrigenergiehaus Passivhaus.
Was bedeuten diese Werte?
Der Heizwärmebedarf sagt, wie viel Wärme das Haus pro Quadratmeter Bezugsfläche und Jahr benötigt. Die Heizlast ist die Leistung, die an einem sehr kalten Tag nötig ist. Sie ist so klein, dass sich die Wärme über die Zuluft der Lüftungsanlage verteilen lässt. Eines der beiden Kriterien genügt. Die Übertemperaturhäufigkeit gibt an, wie oft es im Sommer zu warm wird.
Damit diese Werte eingehalten werden, arbeitet das Konzept mit drei Bausteinen: einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, die die Wärme der verbrauchten Abluft über einen Wärmetauscher auf die frische Zuluft überträgt, einer luftdichten Gebäudehülle und möglichst wärmebrückenfreien Anschlüssen. Wärmebrücken sind Stellen, an denen Wärme ungewollt nach außen abfließt, etwa an Gebäudeecken oder bei Anschlüssen von Bauteilen.
Passivhaus-Klassen: Classic, Plus und Premium
Das Passivhaus Institut bewertet den Energiebedarf heute nach dem erneuerbaren Primärenergiebedarf (PER). Der Heizwärmebedarf bleibt bei allen Klassen auf 15 kWh pro Quadratmeter und Jahr begrenzt (alternativ gilt die Heizlast von 10 W/m²). Beim PER gilt:
- Classic: höchstens 60 kWh/(m²a)
- Plus: höchstens 45 kWh/(m²a), dazu mindestens 60 kWh/(m²a) Energieerzeugung bezogen auf die überbaute Fläche
- Premium: höchstens 30 kWh/(m²a), dazu mindestens 120 kWh/(m²a) Energieerzeugung
Für die Klassen Plus und Premium muss das Haus also zusätzlich Energie erzeugen. Die Klasse Classic verlangt dagegen keine Erzeugung. Ob sich die Erzeugung auf Ihrem Grundstück umsetzen lässt, kann ein Energieberater für Ihr Projekt durchrechnen.
Wie wird ein Passivhaus nachgewiesen?
Die Planung wird mit dem Passivhaus Projektierungspaket (PHPP) berechnet, die Luftdichtheit mit einem Drucktest gemessen (siehe Blower-Door-Test). Der Begriff Passivhaus ist nicht gesetzlich geschützt. Maßgeblich ist deshalb die Zertifizierung nach den Vorgaben des Passivhaus Instituts. Weitere Hintergründe finden Sie unter Was ist ein Passivhaus.
Passivhaus und KfW-Effizienzhaus 40: ist das dasselbe?
Nein. Ein KfW-Effizienzhaus 40 erfüllt nicht automatisch die Passivhaus-Kriterien, denn die Vorgaben der KfW sind nicht identisch mit denen des Passivhaus Instituts. Die Anforderungen der KfW stehen in den Förderbedingungen, die Sie vor einem Antrag prüfen sollten. Welche Zuschüsse und Kredite für ein Passivhaus infrage kommen, zeigt die Seite Passivhaus Förderung.
Diese Angaben sind eine allgemeine Einordnung und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung. Lassen Sie Ihren Einzelfall vor Vertragsschluss von einem Anwalt, Notar oder einer Verbraucherzentrale prüfen.
Passivhäuser als Angebot finden Sie unter Passivhaus bauen.
Welche Fenster einbauen in ein Passivhaus?
Welche Fenster einbauen in ein Passivhaus?
In ein Passivhaus gehören Fenster mit Dreifach-Wärmeschutzverglasung und gedämmtem Rahmen, die für den Passivhaus-Standard geeignet sind. Für Fenster mit Zertifikat des Passivhaus Instituts gilt im kühl-gemäßigten Klima ein Wärmedurchgangskoeffizient von höchstens 0,80 W/(m²K), im eingebauten Zustand von höchstens 0,85 W/(m²K).
Aufbau eines Passivhaus-Fensters
Dreifachverglasung mit Beschichtung und Edelgas
Die Scheiben haben eine hauchdünne Metalloxidschicht, die Wärmestrahlung zurück in den Raum reflektiert. Die Scheibenzwischenräume sind mit Edelgas gefüllt. Dadurch bleibt die raumseitige Scheibe auch bei Frost warm, was die Behaglichkeit verbessert und Zugerscheinungen vermeidet.
Gedämmter Rahmen und warmer Randverbund
Nicht nur das Glas zählt. Der Rahmen muss gedämmt sein, und der Abstandhalter am Glasrand sollte thermisch getrennt sein („warmer Rand“). Sonst entstehen Wärmebrücken und an kalten Stellen kann sich Feuchtigkeit niederschlagen. Zertifizierte Fenster werden auch auf einen Temperaturfaktor am Rahmen geprüft.
Einbau ohne Wärmebrücken
Das Fenster sollte möglichst in der Dämmebene sitzen und luftdicht eingebaut werden. Der Einbau fließt in den Uw,eingebaut-Wert ein, deshalb ist die Ausführung am Bau genauso wichtig wie das Produkt.
Was bedeutet der U-Wert beim Fenster?
Der U-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient: Er gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter Bauteil und Kelvin Temperaturunterschied nach außen verloren geht. Je kleiner, desto besser. Bei Fenstern setzt er sich aus Verglasung, Rahmen und Randverbund zusammen. Die Berechnung ist in der Normenreihe EN ISO 10077 geregelt. In die Rechnung gehen unter anderem ein:
- Fläche und Wärmedurchgang der Verglasung
- Rahmenfläche und Wärmedurchgang des Rahmens
- Wärmebrückenverlust am Glasrand durch den Randverbund
- Länge des Glasrandes
- Wärmebrückenverlust durch den Einbau in die Außenwand (beim eingebauten Wert)
Was kosten Passivhaus-Fenster?
Eine belastbare Pauschale pro Quadratmeter Wohnfläche nennen wir nicht, da die Kosten von Größe, Rahmenmaterial und Anbieter abhängen. Fenster sind teurer als Standardfenster, senken aber den Heizwärmebedarf. Lassen Sie sich Angebote für zertifizierte Komponenten einholen und fragen Sie nach dem Zertifikat. Gründe für den Standard insgesamt sammelt Gründe für ein Passivhaus.
Wie viel kostet ein Passivhaus pro qm?
Wie viel kostet ein Passivhaus pro qm?
Eine verlässliche Pauschale pro Quadratmeter gibt es nicht, weil die Kosten von Region, Hausform, Ausstattung und Anbieter abhängen. Ältere Durchschnittswerte von rund 1.280 bis 1.390 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für Reihenhaus, Doppelhaushälfte und Einfamilienhaus sind weder datiert noch belegt und heute nicht mehr als Richtwert geeignet. Die Baupreise sind seitdem deutlich gestiegen.
Warum die alten Quadratmeterpreise nicht mehr passen
Nach dem Statistischen Bundesamt lagen die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude im Mai 2026 um 5,0 Prozent über dem Niveau von Mai 2025 (Destatis, Pressemitteilung Baupreise Mai 2026, Stand: Oktober 2026). Zahlen aus früheren Jahren unterschätzen die heutigen Kosten deshalb. Aktuelle Preise einzelner Häuser sehen Sie bei den Angeboten unter Passivhaus bauen.
Was ein Passivhaus teurer macht
Gegenüber einem Standardhaus entstehen Mehrkosten vor allem durch die Gebäudehülle und die Technik:
- dickere Dämmung
- dreifach verglaste, gedämmte Fenster
- eine besonders luftdichte Ausführung ohne Wärmebrücken
- eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
Nach Angaben des Passivhaus Instituts ist die Anfangsinvestition beim Passivhaus-Standard leicht höher und wird über den Lebenszyklus durch Energieeinsparung wieder ausgeglichen (Passivhaus Institut, Requirements). Ob sich das im Einzelfall rechnet, behandelt Rechnen sich die Mehrkosten von einem Passivhaus.
Worauf Sie beim Preisvergleich achten
- Hausform: Kompakte Häuser mit wenigen Vor- und Rücksprüngen erreichen den Standard leichter, weil weniger Hüllfläche zu dämmen ist.
- Leistungsumfang: Die Preise der Anbieter meinen das Haus ohne Grundstück. Bodenplatte oder Keller, Hausanschlüsse und Außenanlagen fallen oft zusätzlich an.
- Nachweis: Fragen Sie, ob das Haus zertifiziert wird oder nur „in Passivhaus-Bauweise“ gebaut ist.
- Förderung: Mögliche Zuschüsse und Kredite senken die Belastung, siehe Fördermittel für das Passivhaus.
Gerechnet wird mit der Wohnfläche. Die Kriterien des Standards (Heizwärmebedarf höchstens 15 kWh pro Quadratmeter und Jahr, Luftdichtheit n50 ≤ 0,6 pro Stunde) gelten unabhängig vom Preis.
Welche Heizung in einem Passivhaus?
Welche Heizung in einem Passivhaus?
Ein Passivhaus braucht nur eine sehr kleine Heizung, weil die Heizlast bei höchstens 10 Watt pro Quadratmeter liegt. Üblich sind Kompaktgeräte, die Lüftung, Heizung und Warmwasser vereinen, oder eine kleine Wärmepumpe. Auch Pelletheizung, Einzelöfen oder Fernwärme sind möglich, wenn sie zum geringen Wärmebedarf passen.
Kompaktgeräte für das Passivhaus
Ein Kompaktgerät kombiniert Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Wärmepumpe und Warmwasserspeicher in einem Gehäuse. Die Heizwärme wird über die Zuluft transportiert, ein Wärmeverteilnetz mit Heizkörpern entfällt. Der Vorteil ist ein geringer Platz- und Installationsaufwand. Die Heizlast von etwa 10 Watt pro Quadratmeter lässt sich so mit einer in das Lüftungsgerät integrierten Zuheizung decken.
Klassische Heizsysteme im Passivhaus
Statt eines Kompaktgeräts sind auch getrennte Systeme möglich:
- Wärmepumpe: Sie nutzt Luft, Erdreich oder Grundwasser und ist durch den geringen Wärmebedarf gut auslegbar. Mehr dazu unter Wärmepumpe.
- Pelletheizung: Als kleiner Kessel möglich, siehe Pelletheizung.
- Gas oder Fernwärme: Technisch möglich. Welche Heizungen aktuell zulässig sind, regelt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das seit 29.07.2026 das Gebäudeenergiegesetz ablöst. Die frühere pauschale 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien bei neuen Heizungen entfällt nach Angaben der Bundesregierung. Klären Sie die Wahl mit Ihrem Energieberater.
- Einzelöfen: Hier ist darauf zu achten, dass der Raum nicht überhitzt wird, da die abgegebene Leistung oft größer ist als der gesamte Wärmebedarf.
Heizlast und Dimensionierung
Grundlage ist eine genaue Heizlastberechnung. Sie stellt sicher, dass die Heizung zum Haus passt und nicht überdimensioniert wird. Der Wärmeerzeuger fällt deutlich kleiner aus als bei einem Standardhaus. Die Warmwasserbereitung gehört mit in die Planung.
Photovoltaik und Solarthermie
Bei der Planung kann das Dach einbezogen werden: Eine Photovoltaikanlage liefert Strom für die Wärmepumpe, eine Solarthermieanlage unterstützt die Warmwasserbereitung. Das senkt die laufenden Kosten und verbessert den erneuerbaren Primärenergiebedarf. Einordnung des Standards: Was ist ein Passivhaus.
Diese Angaben sind eine allgemeine Einordnung und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung. Lassen Sie Ihren Einzelfall vor Vertragsschluss von einem Anwalt, Notar oder einer Verbraucherzentrale prüfen.
Welche Fördermittel können beim Bau eines Passivhauses beantragt werden?
Welche Fördermittel gibt es für ein Passivhaus?
Für ein Passivhaus kommt vor allem der zinsgünstige KfW-Kredit „Klimafreundlicher Neubau Wohngebäude“ (Nummern 297 und 298) in Betracht. Das Programm setzt den Standard Effizienzhaus 55 oder Effizienzhaus 40 voraus. Zusätzlich gibt es teils regionale Programme von Ländern, Kommunen und Energieversorgern.
KfW-Kredit „Klimafreundlicher Neubau Wohngebäude“ (297, 298)
Laut KfW-Produktseite beträgt der Kreditbetrag bis zu 100.000 Euro je Wohnung für Effizienzhaus 55 und für Effizienzhaus 40 ohne QNG. Mit QNG-Siegel (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude) sind bei Effizienzhaus 40 bis zu 150.000 Euro je Wohnung möglich. Die Förderung steht unter dem Vorbehalt verfügbarer Bundesmittel. Die Auszahlung erfolgt zu 100 Prozent, der Abruf muss innerhalb von 12 Monaten nach der Zusage erfolgen.
Fossile Heizungen mit Öl oder Gas sind ausgeschlossen. Bei Effizienzhaus 40 gilt das auch für Biomasse.
Voraussetzungen im Überblick
- Effizienzhaus 55: Das Haus erfüllt die Anforderungen dieses Standards und hat keine Heizung mit Öl oder Gas.
- Effizienzhaus 40: Das Haus erfüllt die Anforderungen dieses Standards und hat weder eine Öl-, Gas- noch Biomasseheizung.
Welche Nummer gilt für mich?
Mit der Nummer 297 beantragen Sie den Kredit, wenn Sie die Wohnung selbst nutzen. Mit 298 gilt er für Wohnungen, die Sie nicht selbst nutzen, etwa bei Vermietung. Bei Mehrfamilienhäusern kann für alle Wohnungen die Nummer 298 beantragt werden.
Regionale Programme und Kombination
Informieren Sie sich bei Land, Gemeinde und Energieversorger über eigene Programme. Ob sie sich mit dem KfW-Kredit kombinieren lassen, klären Sie vorab beim jeweiligen Fördergeber. Die Konditionen ändern sich, fragen Sie sie deshalb kurz vor der Planung ab.
Förderantrag vor Baubeginn
Ob der Antrag vor Vertragsschluss oder vor Baubeginn gestellt sein muss, hängt vom Programm ab. Prüfen Sie das in den Bedingungen von KfW oder Ihrer Bank, bevor Sie den Bauvertrag unterschreiben. Die Kosten eines Passivhauses im Vergleich zeigt Passivhaus-Kosten pro Quadratmeter.
Diese Angaben sind eine allgemeine Einordnung und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung. Lassen Sie Ihren Einzelfall vor Vertragsschluss von einem Anwalt, Notar oder einer Verbraucherzentrale prüfen.
Wie funktioniert die Lüftungsanlage im Passivhaus?
Wie funktioniert die Lüftungsanlage im Passivhaus?
Die Lüftungsanlage im Passivhaus saugt Außenluft an, führt sie durch einen Wärmetauscher und verteilt sie als vorgewärmte Zuluft in die Räume. Die verbrauchte Abluft aus Küche, Bad und WC wird abgesaugt und gibt ihre Wärme an die frische Luft ab, ohne sich mit ihr zu vermischen. Zertifizierte Geräte müssen laut Passivhaus Institut mindestens 75 Prozent der Wärme zurückgewinnen.
Aufbau und Ablauf der Passivhaus-Lüftung
Ansaugung und Ventilatoren
Ein Ventilator fördert die Außenluft von einer Ansaugstelle zum Lüftungsgerät. Der Betrieb läuft gleichmäßig über den Tag verteilt und ist bei guter Planung kaum zu hören. Ein zweiter Ventilator transportiert die Abluft nach draußen.
Wärmetauscher als Kern der Anlage
Im Gerät strömen Zuluft und Abluft aneinander vorbei. Die Wärme der Abluft geht auf die Zuluft über, ohne dass Luft zwischen beiden Strömen wechselt. Die Zuluft kommt dadurch auch im Winter mit angenehmer Temperatur in den Räumen an. Zertifizierte Geräte begrenzen zudem den Stromverbrauch auf höchstens 0,45 Wattstunden je Kubikmeter Luft.
Erdwärmetauscher als Option
Manche Häuser erhalten zusätzlich ein Erdreich-Rohrsystem vor dem Frischluftkanal. Es wärmt die Außenluft im Winter vor und kühlt sie im Sommer etwas ab. Es ist eine Ergänzung, keine Pflicht.
Vorteile der Passivhaus-Lüftung
- Gleichmäßige Luftqualität: Feuchtigkeit, CO2 und Gerüche werden kontinuierlich abgeführt, auch bei geschlossenen Fenstern.
- Weniger Schimmelrisiko: Feuchte wird abtransportiert, auch wenn Bewohner nicht von Hand lüften.
- Gefilterte Zuluft: Filter halten Staub und einen Teil der Pollen zurück.
- Schallschutz: Da die Fenster zum Lüften nicht geöffnet werden müssen, bleibt Straßenlärm draußen.
Wartung der Lüftungsanlage
Die Filter müssen regelmäßig gewechselt werden, die Intervalle gibt der Hersteller vor. Ohne Filterwechsel sinkt die Luftqualität, und der Stromverbrauch steigt. Fenster dürfen Sie trotzdem öffnen, nötig ist es nicht. Einordnung des Standards: Was ist ein Passivhaus. Die dichte Hülle, auf der das System aufbaut, wird mit einem Blower-Door-Test geprüft.
Rechnen sich die Mehrkosten von einem Passivhaus?
Rechnen sich die Mehrkosten von einem Passivhaus?
Ob sich die Mehrkosten eines Passivhauses rechnen, hängt von den Mehrinvestitionen, den eingesparten Energiekosten, der Förderung und der Nutzungsdauer ab. Nach Angaben des Passivhaus Instituts ist die Anfangsinvestition beim Passivhaus-Standard leicht höher und wird über den Lebenszyklus durch Energieeinsparung wieder ausgeglichen (Passivhaus Institut, Requirements). Eine allgemeingültige Zahl lässt sich nicht nennen. Rechnen Sie deshalb mit den Angeboten für Ihr konkretes Vorhaben.
Woher die Mehrkosten kommen
Zusätzliche Ausgaben entstehen vor allem durch die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, durch eine umfassende Wärmedämmung, dreifach verglaste Fenster und die luftdichte Ausführung. Wie hoch der Aufschlag ausfällt, hängt von Haustyp, Materialwahl und Anbieter ab. Eine pauschale Prozentzahl wie „10 Prozent“ ist nicht belegt und sollte nur als grobe Orientierung gelten.
Wie Sie die Wirtschaftlichkeit berechnen
- Mehrkosten ermitteln: Lassen Sie sich vom Anbieter das Passivhaus und eine Variante nach Gebäudeenergiestandard (Effizienzhaus) anbieten und vergleichen Sie die Preise.
- Energiekosten vergleichen: Die Energieberatung berechnet den Heiz- und Warmwasserbedarf beider Varianten. Multiplizieren Sie mit Ihren Energiepreisen und beachten Sie, dass sich diese ändern können.
- Förderung abziehen: Zuschüsse und Kredite mindern die Belastung, siehe Fördermittel für das Passivhaus.
- Amortisationszeit bilden: Mehrkosten geteilt durch jährliche Ersparnis ergibt die Jahre, bis sich die Investition bezahlt macht. Bedenken Sie die Lebensdauer der Technik, etwa der Lüftungsanlage, und deren Wartung.
Weitere Vorteile neben den Heizkosten
Ein Passivhaus hat sehr geringe Heizkosten und ist dadurch weniger abhängig von Energiepreisen. Hinzu kommen ein gleichmäßiges Raumklima und die kontrollierte Lüftung. Mit einer Photovoltaikanlage lässt sich ein Teil des Strombedarfs selbst decken. Wie groß dieser Anteil ist, hängt von Dachfläche, Ausrichtung und Verbrauch ab. Vollständig energieautark ist ein Passivhaus nicht automatisch. Die Gründe für den Standard sammelt Gründe für ein Passivhaus, Angebote finden Sie unter Passivhaus bauen.
Was bei der Rechnung oft fehlt
- Wartungskosten und Filter der Lüftungsanlage
- Strom für die Lüftung und die Wärmepumpe
- Der Wert eines geringeren Energiebedarfs bei steigenden Energiepreisen
- Der Wiederverkaufswert, den wir nicht beziffern können
Diese Angaben sind eine allgemeine Einordnung und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung. Lassen Sie Ihren Einzelfall vor Vertragsschluss von einem Anwalt, Notar oder einer Verbraucherzentrale prüfen.
Weitere Haustypen und Preisklassen
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So gehen Sie weiter vor
Vergleichen Sie zuerst Grundrisse, nicht Preise. Merken Sie sich drei bis fünf Häuser, prüfen Sie bei jedem, ob die Bodenplatte enthalten ist, und fordern Sie dann die Unterlagen an.
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