Angebote von Heizungsbauern aus Ihrer Region vergleichen und darunter in Ruhe nachlesen, welche Bauart zu Ihrem Haus passt, was sie kostet und welche Förderung 2026 gilt.
Die Wärmepumpe ist in wenigen Jahren vom Sonderfall zur Standardheizung geworden. Im Neubau steht sie bei fast jeder Baufirma im Paket, im Bestand ersetzt sie Gas- und Ölkessel, seit der Staat den Tausch mit bis zu 70 Prozent fördert. Trotzdem ist "die Wärmepumpe" kein einzelnes Produkt. Es gibt vier Bauarten, Preisspannen von 3.000 bis 45.000 Euro und Angebote, die sich bei gleichem Haus um mehrere tausend Euro unterscheiden.
Dieser Ratgeber führt Sie in Ruhe durch das Thema: wie eine Wärmepumpe funktioniert, welche Bauart zu welchem Haus passt, was sie im Neubau und im Altbau kostet, wie hoch der Stromverbrauch wirklich ist, welche Förderung 2026 gilt und worauf es beim Vergleich der Angebote ankommt. Am Ende können Sie, wenn Sie möchten, Angebote von Heizungsbauern aus Ihrer Region einholen. Kostenlos, unverbindlich, ohne Verpflichtung.

Eine Wärmepumpe erzeugt keine Wärme, sie verschiebt sie. Das Prinzip kennen Sie aus dem Kühlschrank, nur andersherum: Der Kühlschrank holt Wärme aus dem Innenraum und gibt sie hinten an die Küche ab. Die Wärmepumpe holt Wärme aus der Außenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser und gibt sie an das Heizwasser im Haus ab. Das funktioniert auch bei Minusgraden, weil selbst Luft bei minus zehn Grad noch Wärmeenergie enthält.
Im Inneren läuft ein geschlossener Kreislauf mit einem Kältemittel, das schon bei niedrigen Temperaturen verdampft. Der Dampf wird von einem Verdichter zusammengepresst, dadurch steigt seine Temperatur auf 35 bis 60 Grad. Diese Wärme geht an das Heizsystem, das Kältemittel wird wieder flüssig und der Kreislauf beginnt von vorn. Strom braucht nur der Verdichter.
Wie viel Wärme aus einer Kilowattstunde Strom wird, sagt die Jahresarbeitszahl, kurz JAZ. Eine JAZ von 4 heißt: Aus einer Kilowattstunde Strom werden vier Kilowattstunden Wärme, drei davon kostenlos aus der Umwelt. Gut geplante Anlagen im Neubau erreichen 4 bis 5, Erdwärmepumpen auch mehr. Im Altbau mit alten Heizkörpern sinkt der Wert schnell auf 2,5 bis 3. Die JAZ entscheidet über die Stromrechnung, deshalb sollte sie in jedem Angebot stehen. Im Datenblatt finden Sie stattdessen oft den COP, der unter Laborbedingungen gemessen wird und immer besser aussieht als die Praxis.

Die Bauart richtet sich nach der Wärmequelle. Vier Varianten kommen in Wohnhäusern vor, und für die meisten Einfamilienhäuser läuft es auf die erste hinaus.
Die mit Abstand häufigste Bauart. Eine Außeneinheit, etwa so groß wie ein Kühlschrank, saugt Außenluft an und entzieht ihr Wärme. Keine Bohrung, keine Genehmigung, Montage an einem bis zwei Tagen. Der Preis ist der niedrigste aller Bauarten. Der Nachteil: Wenn es draußen kalt ist, sinkt die Effizienz, ausgerechnet dann, wenn das Haus am meisten Wärme braucht. Im gut gedämmten Neubau ist das unproblematisch, im schlecht gedämmten Altbau der Punkt, an dem der Fachbetrieb genau rechnen muss.
Hier liefert das Erdreich die Wärme, entweder über eine 50 bis 150 Meter tiefe Erdsonde oder über Flächenkollektoren knapp unter der Rasenfläche. In der Tiefe herrschen ganzjährig rund 10 Grad, deshalb arbeitet die Erdwärmepumpe im Winter deutlich effizienter als die Luftvariante und ist praktisch lautlos. Dafür kostet die Bohrung 8.000 bis 15.000 Euro extra, braucht eine wasserrechtliche Genehmigung und geht nicht auf jedem Grundstück. Im Neubau lässt sie sich gut einplanen, weil das Grundstück ohnehin noch offen ist.
Die effizienteste Bauart nutzt Grundwasser, das über einen Saugbrunnen gefördert und über einen Schluckbrunnen zurückgegeben wird. Grundwasser ist ganzjährig 8 bis 12 Grad warm, die Jahresarbeitszahl liegt oft über 5. Voraussetzung sind ausreichend Grundwasser in erreichbarer Tiefe, gute Wasserqualität und eine Genehmigung der Unteren Wasserbehörde. Deshalb bleibt sie ein Sonderfall.
Sie heizt nicht über Wasser, sondern bläst warme Luft direkt in die Räume, wie eine Klimaanlage im Heizbetrieb. Günstig und schnell installiert, aber ohne Warmwasserbereitung und ohne Fußbodenheizung. In Deutschland vor allem für kleine, sehr gut gedämmte Häuser oder als Ergänzung interessant.
| Bauart | Kosten installiert | Typische JAZ | Voraussetzung |
|---|---|---|---|
| Luft-Wasser | ca. 18.000 bis 30.000 € | 3,5 bis 4,5 | Platz für die Außeneinheit, Abstand zum Nachbarn |
| Sole-Wasser (Erdsonde) | ca. 28.000 bis 45.000 € | 4 bis 5 | Bohrung möglich, wasserrechtliche Genehmigung |
| Wasser-Wasser | ca. 25.000 bis 40.000 € | 4,5 bis 5,5 | Grundwasser in erreichbarer Tiefe, Genehmigung |
| Luft-Luft | ca. 8.000 bis 15.000 € | 3 bis 4 | Keine Fußbodenheizung, kein Warmwasser |
Richtwerte für ein Einfamilienhaus, Stand September 2026, vor Abzug von Förderung. Die Jahresarbeitszahl hängt stark von Dämmung und Heizflächen ab.
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Die Frage stellt sich vor allem beim Neubau, wenn die Baufirma beide Varianten anbietet, und beim Heizungstausch im Bestand. Die Tabelle fasst die Richtwerte aus diesem Ratgeber zusammen. Die Wärmepumpe kostet in der Anschaffung mehr und im Betrieb weniger.
| Punkt | Wärmepumpe | Gasheizung |
|---|---|---|
| Anschaffung im Neubau | ca. 22.000 € | ca. 12.000 bis 15.000 € |
| Energiekosten Neubau, 140 m² | ca. 900 bis 1.100 € im Jahr | ca. 1.600 bis 2.000 € im Jahr |
| Energiekosten Altbau, 140 m² | ca. 2.000 bis 2.400 € im Jahr | über 3.300 € im Jahr |
| Schornsteinfeger | entfällt | fällt an |
| CO2-Preis | entfällt | fällt auf Gas an und steigt bis 2027 |
Richtwerte, Stand September 2026. Wärmepumpe mit Jahresarbeitszahl 4 im Neubau und 3 im Altbau, Strom 25 bis 30 Cent, Gas 12 Cent je Kilowattstunde bei 90 Prozent Wirkungsgrad.
Im Neubau sind die Mehrkosten von 7.000 bis 10.000 Euro nach 8 bis 12 Jahren eingespielt, bei einer Lebensdauer der Wärmepumpe von 18 bis 20 Jahren. Wie sich die Zahlen zusammensetzen, steht weiter unten unter Stromverbrauch und laufende Kosten und Lohnt sich eine Wärmepumpe?.

Welche Heizung im Neubau zulässig ist, regelt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, bis Juli 2026 Gebäudeenergiegesetz). Da das Gesetz 2026 umbenannt wurde und sich einzelne Anforderungen gerade ändern, lassen Sie sich die Heizungsplanung von Ihrer Baufirma oder einer Energieberatung auf den aktuellen Stand bestätigen. In der Praxis planen fast alle Baufirmen die Wärmepumpe von vornherein ein.
Der Neubau ist für die Wärmepumpe die ideale Umgebung: gute Dämmung, niedriger Wärmebedarf, Fußbodenheizung mit Vorlauftemperaturen um 35 Grad. Eine große Fläche bei niedriger Temperatur, genau dafür ist die Technik gebaut. Der Boden wird nie heiß, der Raum trotzdem gleichmäßig warm, und der Verdichter läuft im effizientesten Bereich.
Dass die Wärmepumpe im Hausvertrag steht, heißt nicht, dass sie richtig dimensioniert oder fair bepreist ist. Drei Fragen an die Baufirma, bevor Sie unterschreiben: Welches Gerät genau, mit welcher Heizleistung? Liegt eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 vor? Und was kostet das Paket im Vergleich zu einem eigenen Angebot eines Heizungsbauers? Oft liegen zwischen Paketpreis und Eigenvergabe mehrere tausend Euro. Ein Vergleichsangebot kostet nichts und macht den Unterschied sichtbar.
Denken Sie außerdem an den Aufstellort der Außeneinheit, ein Fundament oder eine Wandkonsole, den Platz für Innengerät und Pufferspeicher im Technikraum und, falls Sie eine Photovoltaikanlage planen, an die gemeinsame Auslegung beider Anlagen. Wer die Förderung für klimafreundlichen Neubau der KfW nutzen will, muss den Antrag vor Baubeginn stellen. Eine Übersicht der Nebenkosten liefert der Baukostenrechner.

Der Haustyp entscheidet mit darüber, wo die Außeneinheit stehen kann und wie die Anlage ausgelegt wird. Drei Haustypen bringen eigene Fragen mit.
Im Reihenhaus wird meist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe eingebaut, weil sie wenig Platz braucht und ohne Erdarbeiten auskommt. Für Erdwärme fehlt im kleinen Garten oft die Fläche. Beim Reihenmittelhaus grenzen auf beiden Seiten Nachbarhäuser an, der Platz für die Außeneinheit ist knapp und die Nachbarn sind nah. Stellen Sie das Gerät nicht unter Schlafräume und nicht zwischen zwei Mauern, die den Schall zurückwerfen, und richten Sie es in Absprache mit den Nachbarn so aus, dass der Schall zur Straße geht. Mehr dazu: Heizung und Wärmepumpe im Reihenhaus.
Eine zentrale Wärmepumpe kann beide Wohnungen mit Wärme und Warmwasser versorgen. Das spart Platz, weil nur ein Technikraum nötig ist, und meist auch Anschaffungskosten. Voraussetzung ist, dass der Verbrauch je Wohnung getrennt erfasst wird, etwa mit Wärmemengenzählern. Bei der Auslegung zählt neben der Heizlast der Warmwasserbedarf, denn zwei Haushalte können gleichzeitig Warmwasser brauchen; Speicher und Warmwasserbereitung müssen dafür reichen. Zwei getrennte Anlagen lohnen sich eher, wenn die Wohnungen später einzeln verkauft werden sollen. Beim Heizungstausch im Bestand sind bis zu 43.000 Euro förderfähig, 28.000 Euro für die erste und 15.000 Euro für die zweite Wohnung. Mehr dazu: Welche Heizung eignet sich für ein Zweifamilienhaus?
Beim Doppelhaus hat in der Regel jede Haushälfte ihre eigene Heizung, weil jede Hälfte auf einem eigenen Grundstück steht. Für die Außeneinheit gilt dasselbe wie im Reihenhaus: Der Nachbar wohnt direkt nebenan, deshalb kommt es auf Aufstellort und Schallnachweis an. Was dabei rechtlich gilt, steht unter Lautstärke, Aufstellort und Abstand zum Nachbarn.
Fertighäuser dieser Haustypen mit Preisen und Grundrissen finden Sie in unseren Übersichten: Reihenhäuser, Zweifamilienhäuser und Doppelhäuser.
Zwischen Paketpreis und Eigenvergabe liegen oft mehrere tausend Euro. Ein Vergleichsangebot von Heizungsbauern aus Ihrer Region kostet nichts und macht den Unterschied sichtbar.

Die Frage, die am häufigsten gestellt wird: Funktioniert eine Wärmepumpe auch im Altbau? Die kurze Antwort: ja, in den meisten Fällen. Die lange Antwort hängt von zwei Zahlen ab, der Heizlast und der nötigen Vorlauftemperatur.
Alte Heizkörper wurden für 60 bis 70 Grad Vorlauf ausgelegt. Eine Wärmepumpe kann das liefern, verliert dabei aber Effizienz. Der Fachbetrieb prüft deshalb zuerst, ob das Haus mit 50 bis 55 Grad warm wird. Ein einfacher Test: Stellen Sie im Winter die Vorlauftemperatur der alten Heizung auf 55 Grad und drehen Sie alle Heizkörper voll auf. Bleibt es warm, ist das Haus wärmepumpentauglich. Werden einzelne Räume nicht warm, reicht meist der Tausch weniger Heizkörper gegen größere Modelle, nicht die Komplettsanierung.
Bei hohem Wärmebedarf lohnt sich oft die Kombination aus Wärmepumpe und einfacher Dämmung, etwa der obersten Geschossdecke. Die Hybridlösung, bei der die alte Gasheizung an sehr kalten Tagen aushilft, gibt es weiterhin, sie wird aber nur noch anteilig gefördert. Für die reine Wärmepumpe im Bestand gilt dagegen die höchste Förderstufe.
Die Frage nach den Kosten lässt sich nur mit Spannen beantworten, weil Bauart, Haus und Region so unterschiedlich sind. Die Zahlen unten sind Richtwerte für ein Einfamilienhaus inklusive Gerät, Installation, Pufferspeicher, Elektroanschluss und Inbetriebnahme, vor Abzug von Förderung.
| Position | Richtwert | Hinweis |
|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe, komplett | ca. 18.000 bis 30.000 € | Am häufigsten, keine Bohrung nötig |
| davon Einbau und Montage | ca. 4.000 bis 8.000 € | Fundament, Hydraulik, Elektrik, Inbetriebnahme |
| Erdwärmepumpe mit Sonde | ca. 28.000 bis 45.000 € | Bohrung 8.000 bis 15.000 € enthalten |
| Haus mit 120 m², Neubau | ca. 18.000 bis 25.000 € | 5 bis 7 kW Heizleistung, Luft-Wasser |
| Haus mit 120 m², Altbau | ca. 25.000 bis 35.000 € | Höhere Leistung, oft Heizkörpertausch |
| Warmwasser-Wärmepumpe | ca. 3.000 bis 5.000 € | Nur Brauchwasser, Ergänzung zur Heizung |
Richtwerte, Stand September 2026, brutto. Verbindlich ist nur das Angebot eines Fachbetriebs.
Ein Punkt, der in Preisvergleichen oft untergeht: Der Gerätepreis macht nur etwa die Hälfte aus. Die andere Hälfte sind Planung, Hydraulik, Pufferspeicher, Elektrik und Inbetriebnahme. Zwei Angebote mit demselben Gerät können deshalb 5.000 Euro auseinanderliegen. Vergleichen Sie immer die Gesamtsumme und die Liste der enthaltenen Leistungen, nicht den Gerätepreis.
Wie viel Strom eine Wärmepumpe verbraucht, ergibt sich aus Wärmebedarf und Jahresarbeitszahl. Ein Neubau-Einfamilienhaus mit 140 Quadratmetern braucht rund 12.000 bis 15.000 Kilowattstunden Wärme im Jahr für Heizung und Warmwasser. Bei einer JAZ von 4 sind das 3.000 bis 3.750 Kilowattstunden Strom. Ein Altbau derselben Größe mit 25.000 Kilowattstunden Wärmebedarf und einer JAZ von 3 kommt auf gut 8.000 Kilowattstunden.
In Euro: Mit einem Wärmepumpentarif von 25 bis 30 Cent je Kilowattstunde zahlt der Neubau 900 bis 1.100 Euro im Jahr, also 75 bis 95 Euro im Monat. Der Altbau liegt bei 2.000 bis 2.400 Euro. Zum Vergleich: Dieselbe Wärme aus einer Gasheizung kostet bei 12 Cent je Kilowattstunde Gas und 90 Prozent Wirkungsgrad im Neubau rund 1.600 bis 2.000 Euro, im Altbau über 3.300 Euro. Die Wärmepumpe liegt also im Betrieb deutlich vorn, sofern die Jahresarbeitszahl stimmt.
Wärmepumpentarife setzen einen separaten Zähler voraus und erlauben dem Netzbetreiber, die Anlage an wenigen Stunden im Jahr zu drosseln. Dafür sind sie meist 5 bis 8 Cent günstiger als Haushaltsstrom. Ob sich der zweite Zähler lohnt, hängt vom Verbrauch ab; ab etwa 3.000 Kilowattstunden meistens ja.
Die Heizungsförderung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gilt für den Heizungstausch in bestehenden Wohngebäuden, deren Bauantrag mindestens fünf Jahre zurückliegt. Sie setzt sich aus Bausteinen zusammen: 30 Prozent Grundförderung, 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus für Selbstnutzer, die eine funktionstüchtige Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder eine mindestens 20 Jahre alte Gas- oder Biomasseheizung ersetzen, und ein Einkommensbonus nach dem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen: 40 Prozent bis 30.000 Euro, 30 Prozent bis 40.000 Euro, 10 Prozent bis 50.000 Euro (mit Kind unter 18 Jahren jeweils 10.000 Euro mehr). Zusammen sind für Selbstnutzer höchstens 70 Prozent möglich, bei einem Einkommen bis 30.000 Euro (mit Kind bis 40.000 Euro) bis zu 80 Prozent. Förderfähig sind beim Einfamilienhaus Kosten bis 28.000 Euro, bei 70 Prozent also bis zu 19.600 Euro Zuschuss. Ab dem 01.02.2027 sinken Klimageschwindigkeitsbonus und Höchstbetrag schrittweise. Stand: 05.10.2026, Quelle: KfW, Heizungsförderung für Privatpersonen (458).
Der Antrag läuft über die KfW und muss vor dem Auftrag gestellt werden. Nötig ist ein Lieferungs- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender Bedingung, den jeder Fachbetrieb kennt. Wer den Vertrag ohne diese Klausel unterschreibt, verliert die Förderung.
Im Neubau gilt die Heizungsförderung nicht. Hier läuft die Förderung über die KfW-Programme für klimafreundlichen Neubau, die nicht die Heizung, sondern das ganze Haus nach Effizienzhaus-Standard bewerten und als zinsgünstiger Kredit ausgezahlt werden. Die Wärmepumpe ist dabei fast immer Teil des Konzepts. Weil sich Programme und Konditionen laufend ändern, gehört das Thema früh ins Gespräch mit Baufirma und Energieberatung. Eine Übersicht zur Förderung gibt auch unser Beitrag Förderung und Funktionsweise von Wärmepumpen.

Die Sorge vor einer brummenden Außeneinheit ist verbreitet und meist unbegründet. Moderne Geräte liegen bei 30 bis 40 Dezibel in drei Metern Abstand, etwa so laut wie ein leiser Kühlschrank, im Nachtmodus noch darunter. Entscheidend ist der Aufstellort: nicht in eine Ecke zwischen zwei Wänden, die den Schall reflektiert, und nicht direkt unter dem Schlafzimmerfenster, auch nicht dem des Nachbarn.
Rechtlich gelten die Richtwerte der TA Lärm: nachts 35 Dezibel in reinen und 40 Dezibel in allgemeinen Wohngebieten, gemessen am nächsten Fenster des Nachbarn. Mehrere Bundesländer haben die Abstandsregeln der Landesbauordnung für Wärmepumpen gelockert, häufig auf 2,5 oder 3 Meter zur Grundstücksgrenze; in einigen Ländern gilt gar kein Mindestabstand mehr. Der Fachbetrieb muss die für Ihr Bundesland gültige Regel kennen und im Angebot einen Schallnachweis mitliefern.

Die Wärmepumpe ist der größte Stromverbraucher im Haus. Deshalb liegt es nahe, sie mit einer eigenen Solaranlage zu betreiben. Die ehrliche Einordnung: Im Dezember und Januar, wenn die Wärmepumpe am meisten braucht, liefert das Dach am wenigsten. Über das Jahr gesehen deckt eine 10-kWp-Anlage mit Speicher trotzdem 30 bis 50 Prozent des Wärmepumpenstroms, in der Übergangszeit und für das Warmwasser im Sommer fast alles.
Wichtig ist die gemeinsame Auslegung: Ein Energiemanager, der die Wärmepumpe mittags bei Solarüberschuss den Pufferspeicher aufheizen lässt, hebt den Eigenverbrauch deutlich. Wer beides plant, sollte beide Angebote nebeneinanderlegen.
Die Rechnung für ein Neubau-Einfamilienhaus: Die Wärmepumpe kostet installiert etwa 22.000 Euro, eine Gasheizung mit Anschluss, Schornstein und Gastank oder Netzanschluss rund 12.000 bis 15.000 Euro. Die Mehrkosten von 7.000 bis 10.000 Euro stehen jährlichen Ersparnissen von 700 bis 900 Euro bei den Energiekosten gegenüber, dazu entfallen Schornsteinfeger und der CO2-Preis auf Gas, der bis 2027 weiter steigt. Nach 8 bis 12 Jahren ist die Wärmepumpe im Neubau eingespielt, bei einer Lebensdauer von 18 bis 20 Jahren.
Im Altbau kippt die Rechnung durch die Förderung: Bei 30.000 Euro Investition sind 28.000 Euro förderfähig. Nach 46 Prozent Zuschuss (Grundförderung und Klimageschwindigkeitsbonus) bleiben 17.120 Euro, bei 70 Prozent 10.400 Euro. Gegen eine neue Gasheizung für 10.000 bis 12.000 Euro liegt die Wärmepumpe damit in der Anschaffung im besten Fall gleichauf, und die laufenden Kosten liegen darunter. Nicht lohnen wird sie sich dort, wo das Haus ungedämmt ist, die Heizkörper zu klein sind und niemand nachrechnet. Genau das ist der Grund, warum das Angebot eine Heizlastberechnung enthalten muss.

Ob Neubau oder Bestand, der Weg zum guten Angebot ist derselbe: mehrere Fachbetriebe aus der Region anfragen, die Angebote auf dieselben Punkte prüfen und dann entscheiden. Diese sechs Punkte gehören in jedes ernst zu nehmende Angebot:
Sie können die Angebote selbst einholen oder unseren Angebotsvergleich nutzen. Unser Partner musterhaus.net vermittelt Ihre Anfrage an Heizungsbauer aus Ihrer Region, die sich mit einem Angebot melden. Der Vergleich ist kostenlos und unverbindlich; die Fachbetriebe vergüten die Vermittlung, nicht Sie.
Häufige Fragen
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe liegt nach unseren Richtwerten installiert bei etwa 18.000 bis 30.000 Euro, Erdwärme bei 28.000 bis 45.000 Euro. Im Bestand übernimmt die Förderung für Selbstnutzer bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten, beim Einfamilienhaus höchstens von 28.000 Euro (KfW 458, Stand 05.10.2026).
Der Einbau macht bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe meist 4.000 bis 8.000 Euro der Gesamtkosten aus: Fundament oder Wandkonsole, hydraulische Einbindung, Pufferspeicher, Elektroanschluss und Inbetriebnahme. Unsere Richtwerte enthalten den Einbau bereits.
Ein Neubau mit 120 Quadratmetern braucht meist 5 bis 7 Kilowatt Heizleistung. Installiert liegt das bei etwa 18.000 bis 25.000 Euro für Luft-Wasser. Im schlecht gedämmten Altbau derselben Größe kann die nötige Leistung doppelt so hoch sein.
Ein Neubau-Einfamilienhaus verbraucht rund 3.000 bis 5.000 Kilowattstunden Strom im Jahr für Heizung und Warmwasser. Bei einem Wärmepumpentarif von 25 bis 30 Cent sind das 75 bis 125 Euro im Monat. Mit eigener Photovoltaik sinkt der Betrag über das Jahr.
Für die meisten Einfamilienhäuser die Luft-Wasser-Wärmepumpe: am günstigsten, ohne Bohrung, in ein bis zwei Tagen montiert. Erdwärme lohnt sich bei hohem Wärmebedarf und wenn das Grundstück eine Bohrung erlaubt, Grundwasser ist der effizienteste Sonderfall. Luft-Luft-Geräte passen nur zu kleinen, sehr gut gedämmten Häusern ohne Fußbodenheizung.
In den meisten Fällen ja. Entscheidend ist, ob das Haus mit 50 bis 55 Grad Vorlauftemperatur warm wird. Ein Wintertest mit der alten Heizung zeigt das. Reicht es nicht, hilft meist der Tausch einzelner Heizkörper oder die Dämmung der obersten Geschossdecke, nicht die Komplettsanierung.
Im Neubau amortisieren sich die Mehrkosten gegenüber Gas nach unseren Richtwerten in 8 bis 12 Jahren, bei 18 bis 20 Jahren Lebensdauer. Im Altbau kommt die Wärmepumpe nach Abzug der Förderung in der Anschaffung im besten Fall in die Nähe einer neuen Gasheizung.
Moderne Außeneinheiten liegen bei rund 30 bis 40 Dezibel in drei Metern Abstand, etwa so laut wie ein leiser Kühlschrank. Entscheidend ist der Aufstellort. Der Fachbetrieb muss die Abstandsregeln des Bundeslands einhalten und einen Schallnachweis liefern.
Um Preis und Bauart einzuordnen. Viele Baufirmen bieten die Wärmepumpe als Paket an. Ein Vergleichsangebot zeigt, ob das Paket fair ist oder ob sich eine Eigenvergabe lohnt.
Nein. Der Vergleich ist für Sie kostenlos und unverbindlich. Die Fachbetriebe vergüten unseren Partner für die Vermittlung.
Ihre Angaben im Formular gehen an unseren Partner und von dort an die Fachbetriebe, die Ihnen ein Angebot machen. Wir selbst erhalten Ihre Formulardaten nicht.
Alle Kostenangaben sind Richtwerte (Stand September 2026) und keine Preise; verbindlich ist nur das Angebot eines Fachbetriebs. Die Hinweise zu Gesetzen und Förderung sind eine redaktionelle Orientierung und ersetzen keine Energie- oder Rechtsberatung im Einzelfall. Der Angebotsvergleich ist ein Angebot unseres Partners; die Fachbetriebe vergüten dort die Vermittlung.
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Ein paar Angaben zu Haus und Heizung genügen. Sie erhalten Angebote von Fachbetrieben aus Ihrer Region.