Dachgauben im Überblick: Erklärung | Hausbau Lexikon

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Dachgauben: Bedeutung und Erklärung

Zuletzt aktualisiert am 13.10.2026

Dachgauben: Arten und Formen im Überblick

Eine Dachgaube (auch Gaube oder Dachgaupe) ist ein Aufbau auf einer Dachfläche, der ein senkrechtes Fenster trägt und das Dach nach außen erweitert. Sie schafft im Dachgeschoss zusätzlichen Raum und lässt mehr Licht herein. Die wichtigsten Formen sind die Fledermausgaube, die Hechtgaube, die Doppelgaube und die Schleppgaube.

Zur Auswahl springen: Fledermausgaube, Hechtgaube, Doppelgaube, Schleppgaube, weitere Gaubenformen, Genehmigung und Kosten.

Was ist eine Dachgaube?

Dachgauben werden immer häufiger eingesetzt, um ein glattes Dach, etwa ein Satteldach, in eine lebendige Dachlandschaft zu verwandeln. Neben der Optik zählt der Nutzen: Eine Gaube vergrößert den Wohnraum unter der Dachschräge und sorgt für mehr Tageslicht im Dachgeschoss. Welche Dachart zu Ihrem Haus passt, sehen Sie in der Übersicht der Dachformen.

Anderes Wort für Gaube

Für Gaube sind im Deutschen mehrere Bezeichnungen üblich. Der Duden führt Gaube, Dachgaube und Dachgaupe, als verwandte Begriffe nennt er Dachluke, Giebelfenster und Dachfenster. Regional kommen weitere Wörter vor: In Österreich spricht man von Dachkapfer, in der Schweiz von Dachlukarne (DWDS).

Fledermausgaube

Merkmale

Die Fledermausgaube hat eine geschwungene Oberkante. Typische Gaubenwangen, also die seitlichen Flächen, fehlen. Sie wird mit Keilbrettern hergestellt, die den geschwungenen Verlauf möglich machen. Andere Namen sind Froschmaulgaube, Fischmaulgaube und Ochsenauge.

Fledermausgaube

Vor- und Nachteile, Statik

Fledermausgauben sind im Bau aufwendig und damit kostenintensiver als einfachere Formen. Aus statischen Gründen sind häufig Beisparren zur Verstärkung nötig, das sind zusätzliche Sparren neben den vorhandenen. Dafür fügt sich die geschwungene Form harmonisch in das Dach ein.

Hechtgaube

Die Hechtgaube ist eine sehr breite Schleppgaube, auch Dachhecht oder Hechtfenster genannt. Sie ist vor allem für Ästhetiker interessant, weil sie den Übergang vom Hauptdach zur Gaube ruhig und harmonisch gestaltet. Hechtgauben sind ausladend und versprechen mehr Raum im Dachgeschoss. In manchen Beschreibungen wird die Hechtgaube auch als Mischform aus Fledermaus- und Schleppgaube dargestellt, mit abgerundeten Übergängen an den Seiten. Wie genau eine Gaube heißt, hängt also teils vom Betrieb und der Region ab. Klären Sie die Ausführung deshalb im Angebot anhand der Zeichnung.

Hechtgaube

Doppelgaube

Doppelgauben sind sehr beliebt, weil sie den Innenraum deutlich vergrößern können. Bei Bedarf lassen sie sich sogar in zwei Zimmer integrieren, die durch eine Wand getrennt sind. Einige Dachdecker bieten die Doppelgaube nicht nur als Zweier-, sondern auch als Drei- oder Vierfachgaube an, also mit mehreren nebeneinanderliegenden Fensterachsen.

Doppelgaube

Schleppgaube

Die Schleppgaube zählt zu den einfachsten Gaubenformen. Sie besteht aus einem Rechteck als Stirnseite und einer geneigten Dachfläche, die flacher geneigt ist als das Hauptdach, ähnlich einem Pultdach. Seitlich schließen dreieckige Wangen die Gaube ab. Wird die Schleppgaube in einer entsprechenden senkrechten Höhe ausgeführt, lassen sich Möbel unter ihr aufstellen. Bei nur geringer Neigung der Dachfläche spricht man nicht mehr von der klassischen Schleppgaube, sondern von einer Flachdachgaube.

Schleppgaube

Weitere Gaubenformen

Neben den vier Hauptformen kommen weitere Gauben vor, die Sie bei der Planung kennen sollten.

Satteldachgaube und Walmgaube

Die Satteldachgaube (auch Sattelgaube) hat ein eigenes Satteldach. Die Walmgaube vereint Schlepp- und Sattelgaube und hat, ähnlich einem Walmdach, drei Dachflächen.

Dreiecksgaube, Rundbogengaube und Flachdachgaube

Die Dreiecksgaube und die Rundbogengaube zählen zu den historischen Formen. Die Flachdachgaube hat ein sehr flaches Dach und ist oft mit Metall eingedeckt.

Dachgaube: Genehmigung und Kosten

Ist eine Gaube genehmigungspflichtig?

Das hängt vom Bundesland ab. Die Landesbauordnungen regeln unterschiedlich, ob eine Gaube verfahrensfrei ist, ob eine Anzeige reicht oder ob ein Bauantrag nötig wird. Verfahrensfrei heißt dabei nicht rechtsfrei: Abstandsflächen, Vorgaben im Bebauungsplan, örtliche Satzungen und der Denkmalschutz gelten weiter. Fragen Sie vor der Planung bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde nach. Diese Angaben sind eine allgemeine Einordnung und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung. Lassen Sie Ihren Einzelfall vor Vertragsschluss von einem Anwalt, Notar oder einer Verbraucherzentrale prüfen.

Was kostet eine Dachgaube und warum sind Gauben teuer?

Konkrete Preise lassen sich ohne Angebot nicht seriös nennen, denn sie hängen von der Form, der Größe, der Dachkonstruktion und der Ausführung ab. Teurer wird es, wenn tragende Teile des Dachs verändert werden müssen, etwa Sparren, oder wenn eine aufwendige Form wie die Fledermausgaube gewählt wird. Zur Einordnung des Dachs insgesamt hilft unser Beitrag zu den Kosten für den Dachstuhl. Holen Sie für die Gaube mehrere Angebote ein.

Häufige Fragen zu Dachgauben

Was ist eine Dachgaube?

Ein Dachaufbau mit senkrechtem Fenster, der Raum und Licht im Dachgeschoss schafft.

Welche Gaubenformen gibt es?

Die gängigen Formen sind Fledermausgaube, Hechtgaube, Doppelgaube und Schleppgaube, dazu Satteldach-, Walm-, Dreiecks-, Rundbogen- und Flachdachgaube.

Vor dem Hausbau: Welche Gaube passt zu welchem Haus?

Sehen Sie sich vor dem Bau eines Hauses mit Ihrem Architekten verschiedene Haustypen an, um zu klären, welche Dachart mit welchen Gauben Ihnen gefällt.

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