Luftdichtheit
Luftdichtheit | Luftdichte Gebäudehülle | Airtightness
Definition:
Die Luftdichtheit bezeichnet die Eigenschaft der Gebäudehülle, unkontrollierten Luftaustausch zwischen innen und außen zu verhindern. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der Energieeffizienz moderner Gebäude.
Relevante Keywords:
- Blower-Door-Test
- n50-Wert
- Luftdichtheitsebene
- Dampfbremse/Dampfsperre
- Luftdichtheitskonzept
- EnEV/GEG-Anforderungen
- Wärmebrücken
- Gebäudehülle
- Infiltration
- Exfiltration
Bedeutung:
Eine luftdichte Gebäudehülle ist essentiell für:
- Reduzierung von Energieverlusten
- Vermeidung von Bauschäden durch Tauwasserbildung
- Effektives Funktionieren der Lüftungsanlage
- Schallschutz
- Brandschutz
Messung:
Die Luftdichtheit wird mittels Blower-Door-Test gemessen. Der dabei ermittelte n50-Wert gibt an, wie oft das Luftvolumen des Gebäudes pro Stunde bei 50 Pascal Druckdifferenz ausgetauscht wird. Nach GEG gelten folgende Grenzwerte:
- Gebäude ohne Lüftungsanlage: n50 ≤ 3,0 h?¹
- Gebäude mit Lüftungsanlage: n50 ≤ 1,5 h?¹
Umsetzung:
Die luftdichte Ebene muss:
- lückenlos ausgeführt werden
- alle Durchdringungen fachgerecht abgedichtet sein
- dauerhaft luftdicht bleiben
- bereits in der Planungsphase definiert werden