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Wie werden verfärbte Fugen wieder weiß?
Beispielhaus

Wie werden verfärbte Fugen wieder weiß?

Verfärbte Fugen sind im Haus keine Seltenheit. Dabei sind viele Faktoren verantwortlich für die unschönen Verfärbungen. In Bad und Dusche sind es vor allem Wasser und Duschgel, die zu gelblichen Verfärbungen führen. Kalk und Fett können sich dagegen auch in der Küche absetzen und ebenso häufig kommt es zu dunklen oder gar schwarzen Verfärbungen, die im schlimmsten Fall sogar auf einen Schimmelpilzbefall hindeuten können. Die große Frage, die sich dabei jede Hausfrau stellt, ist die, wie man verfärbte Fugen wieder weiß bekommt. Dabei gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, um die Fugen in Bad und Küche wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. 

  1. Reinigung der Fugen
  2. Färben der Fugen
  3. Bleichen der Fugen

Darüber hinaus haben sich folgende Hilfsmittel für die optische Auffrischung der Fugen bewährt:

  • Backpulver
  • Zitronensäure
  • Essigessenz
  • Dampfreiniger
  • Fugenstift
  • Fugenweiß
  • Bleichmittel

 

Die Hilfsmittel zur Fugenreinigung

Die oben genannten Hilfsmittel haben alle ihre Vor- und Nachteile. Wir wollen die wichtigsten im Folgenden kurz vorstellen. Backpulver gehört zu den günstigsten Möglichkeiten der Fugenreinigung und ist ohnehin in jedem Haushalt vorhanden. In den meisten Fällen klappt es damit auch ziemlich gut, die Fugen wieder weiß zu bekommen. Dafür wird das Backpulver mit Wasser angemischt und auf die Fugen aufgetragen.  Jetzt sollte es eine Stunde lang einwirken, bevor es wieder feucht abgewischt wird. 

Zitronensäure und Essigessenz sind ebenfalls beliebte Hausmittel, um die Fugen wieder weiß zu bekommen. Damit sollte man aufgrund der Aggressivität der Säuren jedoch sparsam umgehen. Zudem sollten beide Essenzen nur verdünnt und nicht zu häufig angewendet werden. Gerade die alkalischen Fugen können bei zu häufiger Anwendung sonst beschädigt werden. 

Tipp!

Zuerst sollten Essigessenz und Zitronensäure an einem kleinen, nicht zu offensichtlichen Bereich getestet werden, um sichtbare Schädigungen an den Fugen auszuschließen. 

 

Der Dampfreiniger arbeitet, wie es der Name vermuten lässt, mit heißem Dampf. Damit lassen sich nahezu alle oberflächlichen Flecken von Fugen und Fliesen entfernen. Allerdings ist das Gerät nicht ganz günstig. Wenn es nur hin und wieder zum Einsatz kommt, kann es aber auch im Baumarkt um die Ecke ausgeliehen werden. 

Der Fugenstift ist ebenfalls im Baumarkt erhältlich und lässt sich einfach und bequem handhaben. Dabei kann genau gearbeitet werden und es tropft und schmiert nicht. Allerdings schlagen die Flecken oft nach einiger Zeit wieder durch, so dass eine dauerhafte Reinigung der Fugen damit kaum möglich ist. 

Das Fugenweiß stellt im Grunde genommen weiße Fugenfarbe dar, die mit einem Schwämmchen auf die Fugen aufgetragen wird. Mittlerweile werden im Handel sogar spezielle Farben mit schimmelhemmender Wirkung angeboten. Jedoch bedarf es für das Auftragen einer ruhigen Hand und viel Geduld. Trotzdem gelingt es nicht immer, fleckenlos zu arbeiten, so dass das Ergebnis nicht immer den eigenen Vorstellungen entspricht.

Bleibt noch das Bleichmittel, das zur Säuberung der Fugen verwendet wird. Dieses sollte sauerstoffhaltig sein. Meist besteht das Bleichmittel aus Sodaasche und Wasserstoffperoxid. Stärkere Bleichmittel können auch Chlorbleiche und Backsoda enthalten. Wichtig ist auch hier, zunächst auf einer kleinen Fläche einen Test durchzuführen, denn Bleichmittel können die Fliesen angreifen. Zudem sind viele enthaltene Substanzen gesundheitsschädlich, was beim Kauf und der Verarbeitung unbedingt beachtet werden muss. 

Reinigung der Fugen – so geht’s

Doch zuerst sollten die fleckigen Fugen gründlich gereinigt werden. Insbesondere bei dunklen oder schwarzen Verfärbungen, die auf einen Schimmelbefall hindeuten, ist die Grundreinigung unbedingt zu empfehlen. Oberflächlicher Schimmel lässt sich gut mit Salmiakgeist, Spiritus oder speziellem Schimmelentferner aus dem Fachhandel entfernen. Dabei sollten ein paar grundlegende Schutzmaßnahmen beachtet werden: 

  • Mundschutz tragen
  • Kinder fernhalten
  • Nur in gut belüfteten Räumen anwenden

Wenn diese Mittel den Schimmelbefall nicht entfernen können, handelt es sich nicht mehr nur um oberflächlichen Schimmel, sondern sind die Fliesen und Fugen bereits damit durchsetzt. Dann sollte eine gründliche Fugensanierung auf dem Plan stehen. 

Sind die Fugen dagegen nur mit Kalk, Fett und Schmutz versetzt, so können das Backpulver, aber auch der Klarspüler für die Geschirrspülmaschine gute Dienste leisten. Weitere Hausmittel sind

  • Essigessenz und Zitronensäure (verdünnt)
  • Shampoo
  • Orangenschalen

Hier gilt wieder: Alle Reinigungsmittel, die mit Säuren arbeiten, sollten zunächst an verdeckter Stelle getestet werden. Die Orangenschalen haben sich dabei vor allem bei der Hausfrau bewährt. Oberflächliche und leichte Verschmutzungen der kompletten Fliese und der Fuge lassen sich damit nicht nur beseitigen, sondern hinterlassen die Orangenschalen auch einen sehr angenehmen Duft. 

Fugen färben – so geht’s

Sind die Fugen im Laufe der Jahre fleckig und unansehnlich geworden und bringt die klassische Reinigung keinen sichtbaren Erfolg mehr, können die Fugen auch gefärbt werden. Aufwand und Kosten sind hier natürlich deutlich höher. 

Das Färben der Fugen verläuft dabei in sechs Schritten:

1. Reinigung

Zunächst gilt es auch hier, die Fugen gründlich zu reinigen, damit ein tragfähiger, sauberer Untergrund entsteht.  Insbesondere müssen Reste von Schimmel sehr gründlich entfernt werden 

2. Trocknung

Nach der gründlichen Reinigung müssen die Fugen ausreichend Zeit haben, abzutrocknen. Für eine ganze Weile sollten sie gründlich gelüftet werden, damit auch der letzte Rest an Feuchtigkeit entweichen kann.  

3. Fliesenfugen abkleben

Das Abkleben der Fliesenfugen kann sinnvoll sein, wenn man sich unsicher ist, auch nur die Fugen mit dem Pinsel zu treffen. Einfaches Malerkrepp ist dabei ausreichend. Aber Achtung: Bei sehr kleinen Fliesen artet das Abkleben schnell in viel Arbeit aus. 

4. Fugenfarbe auftragen

Im nächsten Schritt wird die Fugenfarbe auf die Fugen aufgetragen. Dabei ist es wichtig, sehr genau und präzise zu arbeiten. Farbflecken auf den Fliesen selbst sollten sofort mit einem Lappen von diesen entfernt werden. Spätere Nacharbeiten, wenn die Fugenfarbe bereits getrocknet ist, gestalten sich sehr schwierig. 

5. Trocknung und zweite Schicht

Nach dem Auftragen der Fugenfarbe dauert es in der Regel 24 Stunden, bis diese durchgetrocknet ist. Dann sollte das Ergebnis nochmals betrachtet werden. Zeigen sich Unregelmäßigkeiten oder deckt die Farbe noch nicht optimal? Dann sollte ein zweiter Anstrich aufgetragen werden.

6. Fugen versiegeln

Das Versiegeln der Fugen ist zwar kein Muss, hinterlässt den Effekt wirklich sauberer Fugen aber sehr viel länger. Deshalb ist es auch ratsam, die Fugen nach einer gründlichen Reinigung zu versiegeln. 

Tipp!

Einige Fugenfarben enthalten bereits Versiegelungsmittel, so dass man sich diesen Schritt durch gezielte Auswahl der Fugenfarbe sparen kann.

 

Ist kein Versiegelungsmittel enthalten, sollte dieses nachträglich aufgetragen werden. Dann ist aber darauf zu achten, dass Fugenfarbe und Versiegelung zueinander passen. 

 

 

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