Welche Versicherung für den Bau eines Einfamilienhauses?

Hausbau FAQ

Welche Versicherung für den Bau eines Einfamilienhauses?

Zuletzt aktualisiert am 13.10.2026

Welche Versicherung für den Bau eines Einfamilienhauses?

Gesetzlich vorgeschrieben ist beim Hausbau nur die Anmeldung der Bauhelfer bei der Bau-Berufsgenossenschaft (BG BAU), sobald außer Ihnen, Ihrem Ehe- oder Lebenspartner und den beauftragten Firmen weitere Personen auf der Baustelle mitarbeiten. Alle anderen Versicherungen sind freiwillig, aber sinnvoll, vor allem die Bauherrenhaftpflicht. Banken verlangen für die Finanzierung zudem meist den Nachweis einer Gebäudeversicherung mit Feuerrohbauschutz.

Versicherungen während der Bauzeit

Bauherrenhaftpflichtversicherung

Sie schützt vor Schadenersatzansprüchen Dritter, wenn zum Beispiel ein Passant oder ein spielendes Kind auf der Baustelle zu Schaden kommt. Sie ist wichtig, weil der Bauherr für die Verkehrssicherung der Baustelle verantwortlich ist. Nach dem Einzug geht der Schutz in die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht über.

Feuerrohbauversicherung und Wohngebäudeversicherung

Schon während der Bauzeit sind Rohbau und Material gegen Feuer zu sichern. Ob der Feuerrohbauschutz im Tarif der Wohngebäudeversicherung enthalten ist oder extra kostet, unterscheidet sich je nach Versicherer. Fragen Sie beim Abschluss ausdrücklich danach.

Bauleistungsversicherung (Bauwesenversicherung)

Sie deckt unvorhergesehene Schäden am Bau, zum Beispiel durch Unwetter, Vandalismus oder Konstruktionsfehler. Bei Fertighaus- oder Generalunternehmerverträgen ist sie oft schon durch den Unternehmer abgedeckt. Fragen Sie danach im Vertrag.

Bauhelfer und Eigenleistung

Helfer auf dem Bau müssen Sie bei der BG BAU anmelden, unabhängig davon, ob sie bezahlt werden oder unentgeltlich arbeiten. Eine private Unfall- oder Haftpflichtversicherung ersetzt diesen gesetzlichen Schutz nicht. Sie selbst und Ihr Ehepartner sind nicht automatisch versichert, können aber auf Antrag freiwillig versichert werden (BG BAU).

Absicherung der Finanzierung

Banken verlangen teils eine Risikolebensversicherung oder Unfallversicherung, um das Kreditausfallrisiko zu verringern. Eine Restschuldversicherung kann sinnvoll sein, ersetzt aber keine Prüfung der eigenen Tragfähigkeit.

Nach dem Einzug

Spätestens bei Fertigstellung sollten Sie eine Wohngebäudeversicherung, möglichst mit Elementarschadenversicherung, abschließen. Melden Sie der Hausratversicherung den Umzug frühzeitig. Je nach Anbieter ist der Hausrat dann für eine Übergangszeit in alter und neuer Wohnung versichert. Informationen zu Unwetterschäden stehen unter Hausversicherung bei Sturm, Hagel und Starkregen. Eine Gesamtübersicht bietet Versicherungen beim Hausbau.

Diese Angaben sind eine allgemeine Einordnung und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung. Lassen Sie Ihren Einzelfall vor Vertragsschluss von einem Anwalt, Notar oder einer Verbraucherzentrale prüfen.