9 von 9 Häusern angezeigt
Fachwerkhaus · bis 400.000 € schlüsselfertig: alle Häuser
Sunrise Haus Bungalow
Fachwerkhaus in Holzbauweise, 1-geschossig unter 30-Grad-Walmdach, ohne Keller, Effizienzhaus 40.
ab 210.985 € schlüsselfertig
116 m² · 5 Zimmer
Holzhaus "Mirage"
Fachwerkhaus in Holzbauweise, 1-geschossig unter 16-Grad-Satteldach.
ab 99.990 € schlüsselfertig
65 m² · 3 Zimmer
Vita Prima 134
Fachwerkhaus in Holzrahmenbau, 1,5-geschossig unter 38-Grad-Satteldach, ohne Keller, Effizienzhaus 40.
ab 388.000 € schlüsselfertig
119 m² · 5 Zimmer
FRH 9x9-F
Das Fachwerkhaus wird in Holzständerbauweise errichtet. Hierfür kommt hochwertiges Brettschichtholz zum Einsatz, wobei die Gefache mit Gasbetonstein ausgemauert…
ab 255.000 € schlüsselfertig
131 m²
Sunrise Stadtvilla 2
Fachwerkhaus in Holzbauweise, 2-geschossig unter Flachdach, ohne Keller, Effizienzhaus 40.
ab 242.714 € schlüsselfertig
132 m² · 4 Zimmer
Haus Melle
Das Gebäude besteht aus einer Eichenfachwerkkonstruktion, die mit einer Verkleidung aus Eichenholz versehen wird. Dies sorgt für eine optimale Wärmedämmung. Bes…
ab 214.800 € schlüsselfertig
150 m² · 1 Zimmer
Holzhaus "Schwarzwald"
Fachwerkhaus in Holzbauweise, 1-geschossig unter 25-Grad-Satteldach.
ab 169.000 € schlüsselfertig
62 m² · 4 Zimmer
Sunrise Stadtvilla 4
Fachwerkhaus in Holzbauweise, 2-geschossig unter Flachdach, ohne Keller, Effizienzhaus 40.
ab 215.225 € schlüsselfertig
118 m² · 5 Zimmer
FRH 11x9-F
Trotz des sehr modernen Aussehens besteht das Gebäude aus einer Fachwerkkonstruktion, die auch an der Decke des Erdgeschosses sichtbar ist. Auf Wunsch können di…
ab 320.000 € schlüsselfertig
185 m²
Weitere Häuser bis 500.000 €
Im Bestand passen nur wenige Häuser exakt in Ihr Budget. Diese liegen knapp darüber und lassen sich oft günstiger bauen, wenn Sie Eigenleistung einbringen.
Weitere Häuser bis 750.000 €
Im Bestand passen nur wenige Häuser exakt in Ihr Budget. Diese liegen knapp darüber und lassen sich oft günstiger bauen, wenn Sie Eigenleistung einbringen.
Modernes Fachwerkhaus in Freisen
Fachwerkhaus in Holzbauweise, 1,5-geschossig unter 30-Grad-Satteldach, ohne Keller.
ab 563.000 € schlüsselfertig
161 m²
Modernes Fachwerkhaus in Kleinmachnow
Fachwerkhaus in Holzbauweise, 1,5-geschossig unter 35-Grad-Satteldach.
ab 740.000 € schlüsselfertig
209 m²
TUDOR
Besonders die in den Räumlichkeiten sichtbaren Deckenbalken sorgen für einen sehr rustikalen Eindruck. Aber auch die mit Holz verkleideten Außenwände sowie das…
ab 550.000 € schlüsselfertig
171 m²
Modernes Fachwerkhaus in Berlin
Fachwerkhaus in Holzbauweise, 1,5-geschossig unter 30-Grad-Satteldach.
ab 588.000 € schlüsselfertig
159 m²
Marktüberblick
Preise und Wohnflächen in Zahlen
Auf beispielhaus.de bieten derzeit 5 Baufirmen 9 Häuser in der Auswahl „Fachwerkhaus bis 400.000 € schlüsselfertig“ an. Schlüsselfertig liegt der mittlere Preis (Median) bei 215.225 €. Die mittlere Wohnfläche beträgt 119 m², ein schlüsselfertiges Angebot kostet im Mittel rund 1.820 € je m² Wohnfläche.
| Kennzahl | Wert | Grundlage |
|---|---|---|
| Häuser in dieser Auswahl | 9 | alle |
| Baufirmen | 5 | alle |
| Schlüsselfertig, niedrigster Preis | 99.990 € | 9 Häuser |
| Schlüsselfertig, Median | 215.225 € | 9 Häuser |
| Schlüsselfertig, höchster Preis | 388.000 € | 9 Häuser |
| Ausbauhaus, Median | 160.506 € | 7 Häuser |
| Wohnfläche, Median | 119 m² | 9 Häuser |
| Preis je m² schlüsselfertig, Median | 1.820 € | 9 Häuser |
Datenstand: 16.10.2026, ohne Grundstück und Baunebenkosten. Angaben der Baufirmen. Leistungsumfang und Berechnung der Wohnfläche unterscheiden sich je Angebot. Median: Etwa die Hälfte der Angebote liegt darunter, etwa die Hälfte darüber.
Fachwerkhäuser erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Sie werden sowohl als Ein- als auch als Zweifamilienhaus angeboten. Entscheiden Sie sich für eines der hier vorgestellten Modelle und fordern Sie beim Bauunternehmen eine Offerte an.
Das Fachwerkhaus ist seit vielen Generationen ein beliebter Baustil, welcher sich bis heute gehalten hat. Fachwerkhäuser können in unterschiedlichen Größen gefertigt werden und sowohl als Einfamilienhaus als auch als Mehrfamilienhaus ein Wohnort für die ganze Familie darstellen. Wir bieten Ihnen Beispiele für unterschiedliche Fachwerkhäuser an. Durchstöbern Sie die Hausangebote, kontaktieren Sie die Baufirmen direkt über das bereitgestellte Formular und erhalten Sie zeitnah passende Angebote für Ihre Bauwünsche.
Fragen zu Fachwerkhäusern
Wie dämme ich ein Fachwerkhaus richtig?
Wie dämme ich ein Fachwerkhaus richtig?
Ein Fachwerkhaus dämmen Sie richtig mit diffusionsoffenen, feuchteverträglichen Materialien wie Holzfaserplatten oder Lehm, meist als Innendämmung, und nach einer Bestandsaufnahme durch einen Fachbetrieb. Wichtig sind der Verzicht auf Dampfsperren, die Feuchte einschließen, und das Vermeiden von Wärmebrücken. Bei Denkmalschutz stimmen Sie die Maßnahme vorab mit der Denkmalschutzbehörde ab.
Warum das Dämmen beim Fachwerkhaus anspruchsvoll ist
Fachwerk besteht aus Holzbalken und ausgefüllten Gefachen. Das Holz nimmt Feuchte auf und gibt sie wieder ab. Wird dieser Austausch durch falsche Dämmung behindert, kann sich Feuchtigkeit stauen, es drohen Schimmel und Schäden am Holz. Die Dämmung muss deshalb Feuchte aufnehmen, weiterleiten und wieder abgeben können.
Außendämmung oder Innendämmung?
Außendämmung
Sichtfachwerk lässt sich außen kaum dämmen, ohne die Fassade zu verändern. Steht das Haus unter Denkmalschutz, wird eine Außendämmung, die das Erscheinungsbild ändert, in der Regel nicht genehmigt. Verputztes Fachwerk lässt sich unter Umständen anders beurteilen, das klärt ein Fachplaner.
Innendämmung
Meist bleibt die Innendämmung. Sie verlangt eine genaue Planung, weil die Wand nach innen weniger Wärme bekommt und Feuchte nach innen abgeben muss. Geeignet sind kapillaraktive, diffusionsoffene Systeme, etwa Holzfaserplatten mit Lehmputz. Dämmstärken sind bei bewitterten Fassaden begrenzt, Hersteller nennen dafür teils nur wenige Zentimeter.
Kerndämmung
Bei einigen Häusern ist eine Dämmung in den Gefachen oder im Kern möglich. Ob das bei Ihrem Haus geht, entscheidet die Bestandsaufnahme.
Geeignete Dämmstoffe für Fachwerk
- Holzfaserplatten: diffusionsoffen und feuchteregulierend, innen mit Lehm- oder Kalkputz.
- Lehm und Lehmputz: nehmen Feuchte auf und geben sie wieder ab.
- Natürliche Materialien: nur mit Nachweis der Feuchtetauglichkeit, da pflanzliche Dämmstoffe nicht dauerhaft feucht werden dürfen.
Mineralwolle gilt bei Fachwerk als kritisch, weil sie Feuchte nicht kapillar weiterleitet. Gelangt Feuchte hinein, kann sie in der Wand verbleiben und das Holz schädigen.
Wärmebrücken vermeiden
Die Dämmung muss lückenlos anschließen, auch an Balken und Anschlüssen. Selbst kleine Fehler können zu Feuchteschäden und teuren Sanierungen führen. Beauftragen Sie deshalb einen Fachmann mit Erfahrung im Fachwerkbau. Wie die Gefache selbst saniert werden, steht unter Fachwerk ausmauern, Hintergrund zum Haustyp unter Fachwerkhaus bauen.
Wie wird ein Fachwerkhaus ausgemauert?
Fachwerk ausmauern: Materialien und Verfahren
Beim Fachwerk ausmauern werden die Gefache, also die Felder zwischen den Holzbalken, mit kleinformatigen Steinen und einem weichen, kapillar leitfähigen Mörtel geschlossen. Nach den Empfehlungen der Denkmalpflege eignen sich dafür vor allem Lehmsteine mit Lehmmörtel oder Ziegel, nicht aber Gasbeton, Folien oder zementhaltige Mörtel. So bleibt das Fachwerk diffusionsoffen und das Holz kann Feuchte wieder abgeben.
Warum Gefache ausgemauert werden
Ein altes Fachwerkhaus mit Gefachen aus Lehm und Stroh wirkt ansprechend, erfüllt aber oft nicht mehr die Ansprüche der Bewohner. Die Gefache können brüchig sein und dämmen schlecht. Sie brauchen dann eine Sanierung, die sowohl die Vorgaben des Denkmalschutzes als auch die Kriterien der energetischen Sanierung berücksichtigt. Das Ausmauern der Gefache hat sich dafür als Verfahren bewährt.
Fachwerk vor dem Ausmauern untersuchen lassen
Bevor Sie Gefache öffnen oder neu ausmauern, sollten Hölzer und Gefache von einem Fachbetrieb begutachtet werden. Intakte, historische Lehmgefache sind nach den Merkblättern der Denkmalpflege möglichst zu erhalten und nur lose Gefache nachzuarbeiten. Steht das Haus unter Denkmalschutz, stimmen Sie Material und Ausführung vorab mit der unteren Denkmalschutzbehörde ab. Allgemeine Hinweise zu Umbauten im Bestand finden Sie unter Sanierung und Umbau.
Keine Folie und keine Sperrschicht im Gefach
Vermeiden Sie eine Sperrschicht aus Folie. Sie kann Feuchtigkeit einschließen, die dann nicht mehr entweicht, und die Balken dauerhaft schädigen. Fachwerk braucht Baustoffe, die Feuchte aufnehmen und wieder abgeben können.
Welche Steine zum Fachwerk ausmauern
Für die Ausmauerung eignen sich nach den Merkblättern der Denkmalpflege kleinformatige Vollsteine, am besten Lehmsteine. Daneben nennen die Merkblätter Schwemmsteine oder Porotonvollziegel. Baunetz Wissen führt leichte, hochwärmedämmende porige Ziegel und Leichtbetonsteine auf. Kleine Formate mit vielen Fugen bauen Spannungen im Gefach besser ab als große Steine.
Fachwerk ausmauern mit Ziegelsteinen
Ziegel sind neben Lehmsteinen die gängige Wahl. Verwenden Sie Vollziegel in kleinem Format und vermauern Sie sie mit einem weichen, mineralischen Mörtel. Hochwärmedämmende porige Ziegel verbessern den Wärmeschutz des Gefachs. Hochglanzziegel nennt das Merkblatt zur energetischen Sanierung von Fachwerk ausdrücklich als ungeeignet. Ob Klinker zulässig sind, klären Sie bei Baudenkmälern vorab mit der Denkmalbehörde.
Lehmsteine als bewährte Alternative
Lehmsteine werden mit Lehmmörtel vermauert. Lehmmörtel erhärtet nicht chemisch, sondern allein durch Trocknung. Die Steine müssen deshalb anders als bei Kalkmörtel nicht angenässt werden.
Fachwerk ausmauern mit Ytong oder Porenbeton
Gasbeton, auch Porenbeton oder Ytong genannt, ist für Fachwerk umstritten und wird von der Denkmalpflege nicht empfohlen. Ein Merkblatt des Landesamts für Denkmalpflege Hessen rät ausdrücklich von Gasbetonsteinen ab. Der Grund liegt in der Verbindung zum Holz: Eine starre Mauer lässt sich nicht dauerhaft dicht an das arbeitende Holz anschließen, und die Anschlussfuge zwischen Holz und Ausfachung gilt ohnehin als Schwachpunkt der Fassade. Mehr zum Baustoff finden Sie im Lexikon unter Porenbetonsteine.
Mörtel für das Ausmauern: Lehm oder Kalk
Als Mörtel kommen Lehm und Kalk infrage. Verbreitet ist Lehmmörtel im Gefach und Kalkmörtel an der Außenseite. Der Mörtel sollte mineralisch, elastisch und kapillar leitfähig sein, damit Feuchte abgeleitet wird.
Warum der Mörtel weich und elastisch sein soll
Holz ist ein arbeitendes Material: Es quillt und schwindet mit der Feuchte. Ein starrer Mörtel kann diese Bewegungen nicht mitmachen, und es entstehen Risse, durch die Wasser eindringt. Das Merkblatt zur energetischen Sanierung von Fachwerk rät deshalb von Zementmörtel ab. Wählen Sie einen nicht starren Mörtel, um Risse und Folgeschäden zu vermeiden.
Fachwerk ausmauern mit Dreikantleiste und Muster
Dreikantleiste als Fugenschluss
Rund um die Steine wird eine Dreikantleiste (Dreieckleiste) an den Balken befestigt. Sie hält die Steine zusätzlich und dichtet den Übergang zwischen Holz und Stein ab. Nach Herstellerangaben bildet die Leiste eine Aufkantung, die die Ausfachung stabilisiert, wenn die Balken quer zur Faser schwinden. Versuchen Sie nicht, Holz und Stein über eine breite Mörtelfuge zu verbinden. Setzen Sie die Steine möglichst dicht am Holz an und lösen Sie den Anschluss über Dreikantleiste oder Nut und Feder. Baunetz Wissen beschreibt als Alternative zur Dreikantleiste eine Nut-und-Feder-Verbindung zwischen Holz und Steinausfachung.
Mauermuster und Verbände
Im Gefach werden kleinformatige Steine mit hohem Fugenanteil vermauert. Wie die Steine zueinander liegen, regelt der Mauerverband, den Sie unter Mauerverbandsarten erklärt finden. Bei Häusern mit historischem Mauerbild richtet sich das Muster nach dem Bestand.
Kosten und Alternativen zum Ausmauern
Fachwerk ausmauern: Kosten
Was das Ausmauern kostet, hängt von der Zahl und Größe der Gefache, dem Stein, dem Zustand der Hölzer und dem Aufwand für Gerüst und Putz ab. Einen verlässlichen Preis je Quadratmeter nennen wir nicht, weil uns dafür keine belastbare Quelle vorliegt. Holen Sie nach einem Aufmaß mehrere Angebote von Fachbetrieben für Fachwerk ein.
Alternativen zum Ausmauern
Intakte Strohlehm-Gefache sollten nach den Merkblättern der Denkmalpflege erhalten und nur ausgebessert werden. Zur Verbesserung des Wärmeschutzes nennt Baunetz Wissen außen einen Wärmedämmputz oder innen eine Dämmung. Wie das bei einem Fachwerkhaus funktioniert, lesen Sie unter Fachwerkhaus dämmen.
Gefache verputzen
Putz auf Gefachen
Auf die Außenseite der Gefache gehört in der Regel ein Kalkputz. Der Putz darf nicht zu hart sein und sollte möglichst wenig oder keinen Zement enthalten. Das Mauerwerk muss vor dem Verputzen vollständig ausgetrocknet sein. Kratzen Sie die Fugen scharfkantig aus, damit sich Kalkputz und Lehmstein verbinden.
Häufige Fragen zum Fachwerk ausmauern
Welchen Mörtel braucht man zum Fachwerk ausmauern?
Verwenden Sie einen weichen, mineralischen Mörtel, meist Lehmmörtel im Inneren des Gefachs und Kalkmörtel außen. Von Zementmörtel raten die Merkblätter der Denkmalpflege ab, weil er zu hart ist.
Wie mauere ich ein Fachwerk richtig aus?
Setzen Sie kleinformatige Steine dicht an das Holz, befestigen Sie Dreikantleisten an den Balken und mauern Sie mit weichem Mörtel. Vermeiden Sie Folien und Sperrschichten. Lassen Sie das Mauerwerk austrocknen, bevor Sie mit Kalkputz verputzen.
Welche Steine eignen sich zum Fachwerk ausmauern?
Am besten eignen sich kleinformatige Lehmsteine. Daneben sind Schwemmsteine, Porotonvollziegel und andere porige Ziegel möglich. Gasbetonsteine und Hochglanzziegel gelten als ungeeignet.
Was kostet es, ein Fachwerk auszumauern?
Die Kosten hängen von Gefachzahl, Steinart und Zustand der Hölzer ab. Eine pauschale Angabe pro Quadratmeter ist ohne Aufmaß nicht seriös. Fragen Sie bei Fachbetrieben ein Angebot nach Besichtigung an.
Welche Alternativen gibt es zur Fachwerkausmauerung?
Intakte Lehmgefache lassen sich erhalten und ausbessern. Für mehr Wärmeschutz kommen Wärmedämmputz außen oder eine Innendämmung infrage. Welche Lösung passt, hängt von Zustand und Denkmalschutz des Hauses ab.
Wann wurde das 1. Fachwerkhaus gebaut?
Wann wurden Fachwerkhäuser gebaut? Die Geschichte des Fachwerkhauses
Fachwerkhäuser werden in Deutschland seit dem Hochmittelalter gebaut: Nördlich der Alpen setzte sich der Fachwerkbau ab dem 12. Jahrhundert durch. Die ältesten erhaltenen Häuser stammen aus dem 13. und 14. Jahrhundert, die Blütezeit reichte bis ins 16. Jahrhundert, und gebaut wurde bis ins 19. Jahrhundert. Das Fachwerkhaus war im Mittelalter die vorherrschende Bauweise für Wohnhäuser.
Vorläufer und Entstehung
Die Baustoffe Holz, Lehm und Stroh sind sehr alt. Schon in der Jungsteinzeit bestanden die Wände von Langhäusern aus Holzpfosten mit Flechtwerk und Lehmbewurf. Das Fachwerk im engeren Sinn entwickelte sich später aus dem Pfostenbau. Beim Pfostenbau stehen die tragenden Pfosten im Boden, sie faulen dort, und die Häuser hielten nur etwa 20 bis 30 Jahre. Beim Fachwerk steht das Holzgerüst dagegen auf einer Schwelle, oft auf einem Steinsockel. Baunetz Wissen bezeichnet die Einführung des Fachwerkbaus nördlich der Alpen ab dem 12. Jahrhundert als bautechnische Revolution. Insgesamt wird Holzbau mit Gefachen seit rund 2.000 Jahren weltweit ausgeführt.
Das älteste Fachwerkhaus Deutschlands
Welches Haus das älteste ist, hängt von der Definition und der Datierung ab. In Limburg an der Lahn finden Sie einige der ältesten Fachwerkhäuser: Der Römer 2-4-6 wurde nach einem Stadtbrand im Jahr 1289 errichtet, der Römer 1 stammt von 1296. Die Stadt Limburg bezeichnet den Römer 2-4-6 als ältesten freistehenden Fachwerkbau Deutschlands, die hessische Denkmalpflege formuliert vorsichtiger und nennt ihn vermutlich das älteste freistehende Fachwerkhaus. Das älteste noch genutzte Fachwerkhaus ist nach Baunetz Wissen die Esslinger Heugasse 3 aus dem Jahr 1261.
Fachwerkhaus im Mittelalter
Blütezeit, Städte und Dörfer
Der massive Steinbau wurde in der Vergangenheit hauptsächlich für Kirchen und Klöster genutzt. Wohnhäuser, Gehöfte und auch die Residenzen des wohlhabenden Bürgertums entstanden dagegen als Fachwerkhaus. Fachwerk war damit die mit Abstand häufigste Bauweise und erreichte nach Baunetz Wissen bis zu sechs Geschosse. Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert wurden zahlreiche weitere Häuser im Fachwerkbau errichtet, weil sich die Bauweise längst etabliert hatte.
Warum so wenige mittelalterliche Häuser erhalten sind
Durch Kriege und Umwelteinflüsse sowie die einfache Bauweise ohne Isolierung sind nur wenige wirklich alte Fachwerkhäuser aus dem Mittelalter erhalten. Baunetz Wissen nennt als typische Zeitspanne für die meisten heute erhaltenen Gebäude 200 bis 300 Jahre. Da nur wenige Häuser aus der mittelalterlichen Zeit erhalten blieben oder traditionell wieder errichtet wurden, stehen die meisten unter Denkmalschutz und müssen dementsprechend saniert werden.
Fachwerkhaus von der Neuzeit bis heute
Entwicklung der Bauweise
Vor allem auf dem Land galt ein Fachwerkhaus bis ins 19. Jahrhundert als massives und stabiles Haus, das weniger brandgefährdet sei als ein reines Holzhaus. Ab dem 19. Jahrhundert wurden traditionelle Holzbauten, vor allem in Städten, zunehmend durch Mauerwerksbauten ersetzt.
Fachwerk heute: Sanierung und Neubau
Die erhaltenen Fachwerkhäuser sind beliebt, für Sie als Bauherr aber auch eine echte Herausforderung, wenn Sie das alte Haus im modernen Stil sanieren und aus einem einfachen Bau ein energieeffizientes Eigenheim machen möchten. Zwei häufige Aufgaben sind das Fachwerk ausmauern und das energetische Verbessern, das Sie unter Fachwerkhaus dämmen erklärt finden.
Die traditionelle Bauweise findet beim heutigen Fachwerkhaus kaum noch Verwendung, auch wenn Optik und Prinzip an die ursprüngliche Bauart angelehnt sind. Heute lässt sich ein modernes Fachwerkhaus im Holzrahmenbau errichten, als Füllung der Zwischenräume wählen Sie Mauerstein oder Holz. Auf Lehm und Stroh wird in der Regel verzichtet, weil traditionelles Fachwerk in der Hülle selten die heutigen bauphysikalischen Anforderungen erfüllt. Mehrfachglas oder Stein dienen zur Befüllung der Gefache und eignen sich für ein Energiesparhaus mit Wärmedämmung, das im Stil des Fachwerkhauses und mit der entsprechenden Optik errichtet wird.
In der Innenraumgestaltung ähnelt Ihr modernes Fachwerkhaus dem traditionellen Bau nicht mehr, auch wenn es von außen auf den ersten Blick traditionell wirkt. Möchten Sie Ihr Eigenheim als Fachwerkhaus errichten lassen, sind die Kosten höher als beispielsweise bei einem Holzhaus oder Massivhaus. Dafür wohnen Sie individuell im mittelalterlichen Charme, ohne auf moderne Technik, Energiegewinnung und eine zeitgemäße Bauweise zu verzichten. Streng genommen ist das heutige Fachwerkhaus nicht mehr als solches zu bezeichnen, wenn Sie vom Baustil absehen und die Materialien betrachten.
Wie wird ein Fachwerkhaus gebaut?
Konstruktion: Ständer, Riegel, Gefache
Das Fachwerkhaus besteht aus einem Skelett aus Holz, dessen Zwischenräume (Gefache) von außen sichtbar sind und mit einem lehmverputzten Holzgeflecht oder Mauerwerk gefüllt werden. Zum Gerüst gehören die Schwelle als unterer waagerechter Balken, die senkrechten Ständer, die waagerechten Riegel, die schrägen Streben und das Rähm als durchlaufender oberer Balken. Die schrägen Balken sind nicht nur ein optischer Aspekt. Sie steifen die Hauswand aus und senken die Anfälligkeit gegen Wind und Witterungseinflüsse.
Welches Holz wird für Fachwerkhäuser verwendet
Wo Eiche verfügbar war, wurde sie bevorzugt. Daneben kamen Nadelhölzer wie Fichte, Kiefer und Tanne zum Einsatz. Die Hölzer wurden traditionell durch Verblattungen und Verzapfungen verbunden.
Häufige Fragen zur Geschichte des Fachwerkhauses
Welches ist das älteste Fachwerkhaus in Deutschland?
Das hängt von der Definition ab. Die Stadt Limburg nennt den Römer 2-4-6 von 1289 den ältesten freistehenden Fachwerkbau Deutschlands. Das älteste noch genutzte Fachwerkhaus ist laut Baunetz Wissen die Esslinger Heugasse 3 von 1261.
Seit wann gibt es Fachwerkhäuser?
Der Holzbau mit Gefachen ist sehr alt, das Fachwerk im engeren Sinn setzte sich nördlich der Alpen ab dem 12. Jahrhundert durch. Die ältesten erhaltenen Häuser in Deutschland stammen aus dem 13. und 14. Jahrhundert.
Bis wann wurden Fachwerkhäuser gebaut?
Die Blütezeit reichte bis ins 16. Jahrhundert, und auf dem Land wurde noch bis ins 19. Jahrhundert in Fachwerk gebaut. Danach ersetzten Mauerwerksbauten die traditionellen Holzbauten vor allem in den Städten. Heute entstehen Fachwerkhäuser nur noch als moderne Holzrahmenbauten im Stil der alten Häuser.
Welches Holz wird für Fachwerkhäuser verwendet?
Bevorzugt wurde Eiche, wo sie verfügbar war. Auch Nadelhölzer wie Fichte, Kiefer und Tanne sind üblich.
Was bedeutet Fachwerkhaus?
Ein Fachwerkhaus hat ein tragendes Holzgerüst aus Schwelle, Ständern, Riegeln und Streben. Die Felder dazwischen, die Gefache, sind mit Lehmgeflecht oder Mauerwerk gefüllt und von außen sichtbar.
So gehen Sie weiter vor
Vergleichen Sie zuerst Grundrisse, nicht Preise. Merken Sie sich drei bis fünf Häuser, prüfen Sie bei jedem, ob die Bodenplatte enthalten ist, und fordern Sie dann die Unterlagen an.
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