Beim Hausbau auf Nachhaltigkeit achten
Beispielhaus

Beim Hausbau auf Nachhaltigkeit achten

Das Thema Nachhaltigkeit hat längst Einzug in die moderne Wohnung gefunden. Verbraucher möchten in einer natürlichen Umgebung gesund leben – und dafür stellen ihnen Hersteller die passenden Produkte für den Hausbau zur Verfügung. 

Die jährlich stattfindende Bodenbelagmesse Domotex gibt am Anfang des Jahres z.B. einen frischen Einblick in die anstehenden Neuheiten der Bodenbeläge. Wie sie in diesem Jahr herausstellte, steht das Thema "Nachhaltigkeit" bei vielen Herstellern an der obersten Stelle der Prioritätenliste. Sie versuchen, umweltfreundlich zu produzieren und auf Schadstoffe zu verzichten. In modernen Teppichen sind recycelte Fasern zu finden, Böden verzichten auf PVC, bei Bodenbelägen aus Holz setzen Hersteller auf heimische Hölzer... 

 

Warum nachhaltige Böden in Häusern notwendig sind

Oscar-Gewinner Leonardo DiCaprio forderte im Rahmen seiner Rede alle Menschen dazu auf, etwas gegen den Klimawandel zu tun. Er und sein Team mussten, um die letzten Szenen für The Revenant zu filmen, nach Argentinien fliegen. Ursprünglich war geplant, den Film ausschließlich in Canada und den USA zu filmen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind seit Jahren sichtbar und können nur aufgehalten werden, wenn sich jeder Mensch an dem Prozess beteiligt.

 


Leonardo DiCaprio spricht über den Klimawandel.


Eine Form der Beteiligung ist das nachhaltige Leben und Bauen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Rektorsichterheit hat dazu einen Leitfaden herausgebracht, die viele interessante Einblicke und Tipps zu dem Thema veröffentlicht. Nachhaltige Böden sind dabei ein wesentlicher Teil. Sie sollten umweltschonend und zum großen Teil aus recycelten Materialien hergestellt werden. Insbesondere natürliche Böden lassen sich später, wenn sie nicht mehr benötigt oder ersetzt werden, dem Kreislauf zuführen. Das Holz aus alten Böden kann zur Herstellung von Möbeln verwendet werden.

 

Die 4 Bestandteile nachhaltiger Böden

Unternehmen, die nachhaltige Bodenbeläge entwickeln, investieren in die nachfolgenden vier Eigenschaften:

  1. Material: Erneuerbare Materialien stehen immer an erster Stelle. Genauso wichtig ist die Verwendung von Materialien, die aus lokalen, regionalen oder nationalen Standorten gewonnen wurden.
  2. Ressourcen: Bei der Produktion der Bodenbeläge achten Unternehmen darauf, ihre Emissionen gering zu halten.
  3. Qualität: Die Bodenbeläge können leicht und ohne den Einsatz von Chemikalien gepflegt werden. Dadurch steigt die Qualität der Raumluft.
  4. Recycling: Nachhaltige Bodenbeläge werden auf eine Weise produziert, die ihre spätere Wiederverwendung ermöglicht. Einige Hersteller nehmen alte Bodenbeläge an und verwenden sie zur Produktion neuer Produkte.

 

Bodenbelag von einem lokalen Unternehmen beziehen

Nicht nur die Verwendung lokaler Ressourcen ist von großer Wichtigkeit. Ein mit entscheidende Komponente ist, wie lang oder kurz der Transportweg zum Haus ist. Lokale Unternehmen haben verständlicherweise den Vorteil, dass sie den gewünschten Bodenbelag auf dem kürzesten Weg zum Kunden befördern können.

Bewohner der Hansestadt Hamburg z.B. können sich für Parkettböden der Firma Knutzen entscheiden, die den Charme klassischer Hamburger Altbauwohnungen in ihr schickes Stadthaus bringen. Neben Bodenbelägen aus Parkett sind auch weitere Varianten aus Kork, Teppich oder Laminat erhältlich. Die gesamte Auswahl der Bodenbeläge können Häuslebauer in der Filiale in Hamburg bewundern und testen.


    
Natürlicher Korlboden (links) und synthetisch hergestellter Vinylboden (rechts)

 

Den passenden Bodenbelag für die Wohnung finden

Grundsätzlich hat das Parkett eine Jahrhunderte alte Tradition, die in vielen Wohnungen fortgeführt wird. Dennoch ist niemand dazu gezwungen, einen Parkettboden zu wählen. Der Markt bietet eine große Auswahl nachhaltiger Bodenbeläge. Welcher davon infrage kommt, hängt von den Anforderungen des Häuslebauers ab:

  • Benutzungsart
  • Trittschalldämmung
  • Reinigungsaufwand
  • Staub und Schmutz
  • Langlebigkeit

Generell sind Parkettböden aus Fliesen, Holz, Linoleum oder Kork langlebiger als zum Beispiel Teppichböden. Aufgrund ihrer glatten Oberfläche entsteht eine hohe Feinstaubbelastung, der sich ein Allergiker nicht aussetzen kann. Bei Teppichen wiederum hat der Bundesverband für Umwelt und Naturschutz entdeckt, dass viele Teppiche gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten. Aus diesem Grund empfiehlt der Verband, Teppiche zu kaufen, die aus nachwachsenden Rohstoffen wie Hanf oder Brennnesselfasern stammen.

 

Tipps für den Kauf nachhaltiger Bodenbeläge

Die Auswahl an nachhaltigen Bodenbelägen wächst von Jahr zu Jahr. Immer mehr Häuslebauer achten auf nachhaltige Produkte, weil sie damit die Umwelt und ihre Gesundheit schützen.

  • Teppich: Dieser Bodenbelag sollte aus natürlichen Fasern wie Sisal, Wolle oder Jute gefertigt sein. Teppiche sind fußwarm, dadurch sehr angenehm und absorbieren Schall. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass der Teppich keinen umweltschädlichen Kleber enthält oder mit chemischen Schädlingsschutzmitteln behandelt wurde. Solche Teppiche werden mit dem GUT-Siegel ausgezeichnet.

  • Parkett: Holzfußböden sind genauso wie Teppiche fußwarm. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der in dieser Form eine lange Lebensdauer besitzt. Besitzer eines Holzparkettbodens können ihn mehrmals abschleifen und seine Lebensdauer verlängern.

  • Gummiboden: In öffentlichen Räumen kommt Kautschuk häufig als Bodenbelag zum Einsatz. Dieser Rohstoff eignet sich auch für den Privatbereich. Bodenbeläge aus Naturkautschuk, natürlichen Farbpigmenten sowie mineralischen Anteilen sind äußerst strapazierfähig und rutschsicher.

  • Elastischer Bodenbelag: Kindergärten und Schulen besitzen Bodenbeläge aus Linoleum. Dieser aus Leinöl gefertigte Bodenbelag ist resistent gegen Fette und Öle, weshalb er sich gut für Küchen eignet. Linoleum wird inzwischen auch zu Parkett oder Fliesen gefertigt, wodurch er sich leichter verlegen lässt.

Veröffentlicht am 03.04.2016

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